Demokratie: Definition, Ursprung und Merkmale im Vergleich

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Definition und Ursprung der Demokratie

Das Wort Demokratie stammt aus dem Griechischen (Demos = Volk, Kratos = Macht oder Herrschaft) und bedeutet wörtlich „Volksherrschaft“. In einer demokratischen Gesellschaft erfolgt die Regierungsführung durch gewählte Vertreter (repräsentative Demokratie).

Kritik an der Machtbegrenzung

Anmerkung: Die Behörden besitzen oft zu viel Macht. Sie müssen sich strikt an die Regeln der Demokratie halten, und ihre Herrschaft sollte begrenzt werden. Die Demokratie ist die Quelle der politischen Legitimität des Volkes.

Die griechische Basis: Athen im 6. Jahrhundert v. Chr.

Die Grundlage der Demokratie wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland gelegt. Im antiken Athen war die Regierung für alle Bürger zugänglich. Allerdings waren nur freie, in der Polis geborene Männer Bürger.

Direkte Demokratie in der Polis

Die Bürger trafen sich in der Versammlung (Ekklesia), um Entscheidungen über öffentliche Angelegenheiten zu treffen. Die Entscheidungen wurden direkt vom Volk getroffen, nicht durch gewählte Vertreter. Öffentliche Ämter wurden oft durch das Los besetzt.

In der Polis war es schwierig, private und öffentliche Angelegenheiten zu trennen. Politische Partizipation war die Grundlage des täglichen Lebens. Heute ist sie nur ein Teil unseres politischen Lebens.

Unterschiede zwischen antiker und moderner Demokratie

Der grundlegendste Unterschied liegt in der Größe der Gemeinschaft. Die griechischen Gemeinden waren klein und kompakt, und alle Mitglieder kannten einander. Die wirtschaftliche und soziale Struktur der griechischen Demokratie unterscheidet sich stark vom heutigen Zustand.

Die Systeme der Debatten und Entscheidungsprozesse in der Antike hatten direkte Auswirkungen auf die Demokratie, da die Bürger unmittelbar beteiligt waren.

Gemeinsamkeiten und rationale Legitimität

Eine Ähnlichkeit zwischen der Demokratie Athens und der heutigen Zeit ist die rationale Grundlage der Autorität. Die politischen Autoritäten müssen den Bürgern Gründe für ihre Entscheidungen liefern, um deren Zustimmung zu erhalten. Diese rationale Verbindung zwischen politischer Macht und Akzeptanz (im Gegensatz zu Gewalt) ist auch heute eng mit der öffentlichen Beteiligung verbunden.

Aristoteles betonte, dass die Teilnahme an der Polis eine grundlegende Eigenschaft des Menschen sei. Die griechische Bildung spielte eine wesentliche Rolle, da sie ehrliche Bürger hervorbrachte, die für das öffentliche Wohl in einer Demokratie unverzichtbar waren.

Merkmale der modernen repräsentativen Demokratie

Delegation, Wahlrecht und Rechenschaftspflicht

Das System der Delegation und Gewaltenteilung dient dem Schutz der individuellen Freiheit. Die zuständigen Behörden und gewählten Gesetzgeber müssen den Wählern Rechenschaft ablegen. Dies ist ein repräsentatives System von großem Nutzen.

Das allgemeine Wahlrecht (Suffragio) und die geheime Stimmabgabe gewährleisten, dass alle Bürger die Freiheit haben, ihre politische Macht zu entscheiden und auszuüben. Regelmäßige Wahlen entscheiden über die Besetzung von Ämtern inmitten politischer Rivalität. Die freie Wahl der Kandidaten und die Anerkennung der Mehrheitsregel als wichtigstes politisches Entscheidungsinstrument sind essenziell.

Grundlegende Freiheiten und Mehrheitsprinzip

All diese Bedingungen wären ohne Meinungs-, Vereinigungs- und Pressefreiheit nicht wirksam. Darüber hinaus ist die Bildung aller Bürger notwendig.

Individuelle Freiheit und Partizipation

Die Garantie der Menschenrechte entwickelt die Fähigkeit des Einzelnen, seine Freiheit zu entfalten. Unsere Fähigkeit, eigene Vorteile zu finden, und die Freiheit, die Bemühungen anderer nicht zu unterdrücken, sind die Grundlage der Individualität. Diese Freiheit schafft die Möglichkeit, sich im gesellschaftlichen und politischen Rahmen zu entfalten. Wenn das Individuum seine Selbstentwicklung als Freiheit betrachtet, kommt dies der gesamten Gesellschaft zugute.

Die Teilnahme fördert die Entwicklung einer Gesellschaft, die das soziale Wohl unterstützt. Dies ist für eine demokratische Organisation unerlässlich, da die Fähigkeit zur Teilnahme am öffentlichen Leben eine wichtige treibende Rolle spielt. Demokratische Partizipation macht Einzelpersonen durch Gesetze verantwortlich, bildet sie und fördert ihre Solidarität. Ihr Ziel ist nicht nur der Schutz, sondern die Verbesserung der Menschheit.

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