Descartes: Methode, Erkenntnistheorie und Auswirkungen

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Dinge

Auszeichnung: Ein Ding ist mit sich selbst identisch, wenn es von den anderen getrennt werden kann. Die Unterscheidung beseitigt die Verwirrung einer Verschmelzung mit anderen Dingen. Nur klare und deutliche Vorstellungen können uns Sicherheit geben; das ist das, was man als "einfach" bezeichnet.

c. Die Reihenfolge

Von der einfachen zur komplexen: Die Geometrie in Bewegung wird von einer Figur zur nächsten weitergegeben.

4. Fazit

Die Vielfalt der Ansichten machte es notwendig, ein universelles Wissen zu suchen, gültig für alle Zweige der Wissenschaft. Nach Descartes konnte dieses Wissen nicht ohne gültige und angemessene Methoden erlangt werden. Das Verfahren, das Descartes festlegt, ist die mathematische Methode, die Induktion und Deduktion vereint, ohne die keine Gewissheit erworben werden kann.

Induktion

Suche nach offensichtlichen Wahrheiten, Zweifel (Axiome).

Deduktion

Sie ist die notwendige Folge: Alles ergibt sich als notwendige Konsequenz aus bereits als sicher Bekanntem.

Auswirkungen

  1. Die kartesische Konzeption der autonomen Vernunft ist die einzige Richtschnur, mit der der Mensch die Angemessenheit einer Philosophie bestimmen kann. In diesem Sinne stehen sowohl Rationalismus als auch Empirismus in Beziehung zur Vernunft.
  2. Die Weise, wie Descartes die Vernunft begreift, gab Anlass zum modernen Rationalismus. Vertreter dieser Strömung sind Malebranche, Spinoza und Leibniz. Sie betonten, dass der Mensch durch seine eigenen Ideen und durch deduktive Verfahren nahezu unbegrenzt Wissensgebäude errichten kann. Gegen diesen "dogmatischen Optimismus" reagierten Kant und Hume.
  3. Im Rahmen der philosophischen Reflexion wurde das Problem der kartesischen Methode zum Problem des Gegenstandes des Wissens. Untersuchungen über die Fähigkeit der Vernunft, zur Wahrheit zu gelangen, und über ihre Grenzen wurden zu einem konstanten Thema der modernen Philosophie, wie bei Kant und Hume zu sehen ist.
  4. Der kartesische Umgang mit Wissen und die Folgerung, dass die einzige sichere Quelle des Wissens das Selbst und seine Ideen der Vernunft sind, gaben Anlass zum Idealismus. Denn das Cogito schafft eine gnoselogische Grundlage der Welt, die subjektiv erscheint, da sie im Inneren eines Subjekts besteht; sie ist jedoch nicht rein subjektiv, weil die Vernunft bei allen Menschen gleich ist.
  5. Die Verschiebung der Perspektive in der Erkenntnistheorie in der kopernikanischen Wende fand ihren Höhepunkt in Kants Erkenntnistheorie.
  6. Außerdem ergab sich der Prozess der Formalisierung der Wissenschaften.
  7. Es entstand eine neue Methode, eine neue Wissenschaft, die das moderne Denken gegenüber der scholastischen Tradition störte und herausforderte.
  8. Analytische Geometrie: Die grundlegenden methodischen Überlegungen Descartes sind in seinen Kriterien der Klarheit verkörpert. Der Konflikt zwischen Erkenntnistheorie und Metaphysik beeinflusste das Denken späterer rationalistischer Philosophen wie Pascal, Spinoza und Malebranche. Malebranche verteidigte die These des Okkasionalismus, wonach die Interaktion von Körper und Seele nur durch göttliche Intervention erfolgt.

Schließlich ist zu beachten, dass der englische Empirismus eine historische Reaktion auf den Rationalismus darstellt. Der Empirismus leugnet die Existenz angeborenen Wissens und behauptet, dass unser gesamtes Wissen aus der Erfahrung stammt.

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