Descartes: Methodischer Zweifel und das Cogito Ergo Sum

Eingeordnet in Philosophie und Ethik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,51 KB

Descartes: Der Methodische Zweifel

Die Grundlage der Forschung basiert auf der Frage des Zweifels (methodischer Zweifel). Die Gründe für diesen Zweifel umfassen:

  • Die Unzuverlässigkeit der Sinne.
  • Ungültige Schlussfolgerungen.
  • Die mögliche Verwechslung zwischen Traum und Wachzustand.
  • Der Einwand des bösen Geistes.

Die Quellen des Zweifels

Descartes argumentiert, dass es möglich ist, alle Wahrnehmungen der Sinne anzuzweifeln, da diese manchmal trügerisch sind. Zudem wissen wir oft nicht, ob das, was uns widerfährt, im Traum oder im Wachzustand geschieht. Aufgrund dieser Unsicherheit ist es sogar möglich, Wahrheiten der Mathematik anzuzweifeln, wie etwa, dass 2 + 3 = 5 ist.

Der Einwand des Bösen Geistes (Malin Génie)

Der methodische Zweifel von Descartes führt zu einem extremen Szenario: dem bösen Geist. Es ist nicht auszuschließen, dass wir der Herrschaft eines bösen Geistes ausgesetzt sind, der „listig, trügerisch und mächtig“ ist, um uns zu täuschen, wenn wir Wahrheiten suchen. Das heißt, unsere Natur ist so beschaffen, dass wir verwirrt sein können, wenn wir versuchen, Richtiges von Falschem zu unterscheiden.

Die Unumstößliche Wahrheit: Cogito Ergo Sum

Es gibt jedoch etwas, das jenseits der Macht des bösen Geistes und der bloßen Möglichkeit einer fehlerhaften menschlichen Natur liegt: Selbst wenn ein böser Gott existiert und mich täuscht, muss ich existieren, um getäuscht werden zu können. Kurz gesagt, die Frage führt zum Bewusstsein des Denkens, weshalb Descartes formulierte: „Ich denke, also bin ich“ (Cogito ergo sum).

Die Rechtfertigung der Existenz des Denkenden Ichs

Diese Affirmation ist unbestreitbar, da sie die Existenz eines Subjekts („Ich“) voraussetzt, das fähig ist zu denken. Es ist nicht möglich, zu glauben, dass wir nicht denken, während wir denken.

Die Schlussfolgerung lautet: Wer zweifelt, denkt. Und wer denkt, benötigt einen Geist. Ich denke, also bin ich (existiert). Dies ist die erste wirklich klare und deutliche Erkenntnis (Intuition, nicht Erfahrung), zu der Descartes gelangt. Der Geist ist eine sichere Sache; die Existenz des Körpers ist viel schwieriger zu beweisen.

Das Cogito ergo sum rechtfertigt die Existenz des denkenden Ichs, das vom Körper und den Sinnen unterschieden ist. Alles, was klar und deutlich erkannt wird, muss als Wahrheit akzeptiert werden.

Verwandte Einträge: