Descartes: Wissenschaftliche Methode und Mechanismus

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Wissenschaftliche Methode

Dies ist eine strenge deduktive Methode, insbesondere die Vorstellung von Gott als Schöpfer und Kurator der Welt und die Unveränderlichkeit bestimmter angeborener Ideen im menschlichen Geist, die bisher dem Verfahren gegenüber der Erfahrung vorangehen.

Kausalität und Erfahrung

In der Physik treten zusätzlich Kausalfälle (casus effectus) auf; da diese verursacht sind, ergeben sich lange Reihen von deduktiven Primärketten, geordnet nach Ursache und Wirkung. Der Begriff der Ursache wird in Nähe zur Substanz gesetzt und bildet einen der Schlüsselbegriffe des Cartesianismus. Dennoch stößt das deduktive Schlussfolgern an Grenzen: Vorhersagen lassen sich nur für bestimmte Zeiträume treffen, und wenn man die Auswirkungen der deterministischen Erfahrung betrachtet, handelt es sich um tatsächlich beobachtete Phänomene. Deshalb ist Erfahrung wertvoll, um deduktive Annahmen zu überprüfen.

Aufbau des Universums

Descartes begreift das Universum als aus Wirbeln bestehend, gebildet aus einer Materie, deren Teile einander berühren und in der Größe variieren. Er räumt außerdem ein, dass es drei Klassen von Materie gibt: eine, die durch Helligkeit gekennzeichnet ist, eine durch Transparenz und eine weitere durch Opazität.

Mechanistische Prinzipien

Mechanistisch: Der Mechanismus beruht auf Materie und Bewegung. Wichtige Punkte sind dabei die Ausdehnung und ihre Folgen:

  • 1. Es gibt keine unteilbaren Teilchen, denn die Ausdehnung scheint nicht unteilbar zu sein.
  • 2. Es existiert kein echtes Vakuum; alles ist von Materie erfüllt.
  • 3. Der Mechanismus leugnet nicht nur die Objektivität der sekundären Qualitäten, sondern stellt auch die Vorstellung bestimmter eigenständiger Eigenschaften wie eines "Gewichts" als separate Entität in Frage und verneint die Existenz irgendwelcher intrinsischer Naturgesetze.

Gott ist nach Descartes die erste Ursache der Bewegung und bewahrt die Gesamtmenge an Bewegung in der Welt. Daher hat Gott die Bewegung geschaffen und hält sie konstant; die Gesamtmenge an Materie und Bewegung bleibt erhalten.

Drei Gesetze der Natur

Aus dieser göttlichen Unveränderlichkeit leitet Descartes drei Gesetze der Natur ab:

  • Erstes Gesetz: Alles verharrt in seinem Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, sofern sich nichts ändert.
  • Zweites Gesetz: Ein Körper, der sich geradlinig bewegt, neigt dazu, weiter geradlinig zu bewegen.
  • Drittes Gesetz: Wenn ein bewegter Körper stärker ist als ein anderer, verliert er nicht notwendigerweise seine Bewegung; ist er aber schwächer, so überträgt er einen Teil seiner Bewegung auf den stärkeren Körper.

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