Diabetes Typ 1 & 2, Alzheimer und Adipositas: Ein Leitfaden

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Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen auf und ist nicht durch Übergewicht bedingt. Die Erkrankung zeigt sich plötzlich, da der Körper kein Insulin mehr produziert.

Ursachen und Symptome

Die Ursache ist ein autoimmuner Prozess mit genetischer Veranlagung, bei dem das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen zerstört. Typische Symptome sind:

  • Polydipsie: Starkes Durstgefühl
  • Polyphagie: Ständiger Hunger
  • Polyurie: Häufiger Harndrang
  • Sehstörungen

Behandlung und Glukosemanagement

Die Behandlung erfordert eine ständige Überwachung des Blutzuckerspiegels. Die Bauchspeicheldrüse reguliert normalerweise den Glukosespiegel durch Insulin und Glukagon. Zur Diagnose nutzen Ärzte eine Blutzuckerkurve. Zur Messung dient ein Glukometer. Die Insulingabe erfolgt per Injektionshilfe oder Insulinpumpe, die den Glukosespiegel analysiert und bei Bedarf Insulin abgibt. Dank der Gentechnik wird heute Humaninsulin industriell hergestellt.

Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf und steht oft im Zusammenhang mit Übergewicht und Ernährung. Die Symptome entwickeln sich schleichend.

Merkmale und Symptome

Der Körper produziert zwar noch Insulin, jedoch in unzureichender Menge oder minderer Qualität. Zur Behandlung werden oft Tabletten eingesetzt, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Symptome umfassen:

  • Polydipsie, Polyphagie und Polyurie
  • Hauttrockenheit und Nesselsucht
  • Verlust der Sensibilität in den Beinen
  • Augenprobleme
  • Persistierende Wundheilungsstörungen

Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die 1906 entdeckt wurde und die häufigste Ursache für senile Demenz darstellt.

Ursachen und Verlauf

Die Ursache ist die Anhäufung von Amyloid-Beta-Proteinen, die zum Absterben von Neuronen führen. Es gibt keine direkte Vererbung, aber eine genetische Prädisposition. Auch virale Einflüsse werden diskutiert; Tabakkonsum verschlechtert den Zustand der Neuronen. In Europa steigen die Fallzahlen. Bisher gibt es keine Heilung, jedoch Ansätze, um das Fortschreiten der Symptome zu verlangsamen.

Adipositas

Ein Body-Mass-Index (BMI) über 40 kg/m² wird als krankhafte Fettleibigkeit (Adipositas) definiert.

Risiken und Behandlung

Adipositas ist eine schwere Erkrankung, die andere Leiden wie Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Diabetes Typ 2, Krebs und Schlafapnoe verschlimmert. Wenn konservative Behandlungen erfolglos bleiben, kann eine laparoskopische Operation in Betracht gezogen werden, die eine gute Genesung ermöglicht.

Gesunde Ernährung

Eine abwechslungsreiche Ernährung sollte gesättigte Fette vermeiden und sich an der Ernährungspyramide orientieren. Empfohlene Nährstoffverteilung:

  • 60 % Kohlenhydrate (davon mindestens 10 % einfache Kohlenhydrate)
  • 25 % Fette
  • 15 % Proteine

Zusätzlich werden 22 Gramm Ballaststoffe pro Tag, weniger als 3 Gramm Salz und maximal 300 mg Cholesterin empfohlen. Es wird geraten, tierische und pflanzliche Proteine zu kombinieren und über 5 Mahlzeiten am Tag zu verteilen.

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