Zwischen Diktatur und Depression: Die Weltwirtschaft in den 1920er und 1930er Jahren

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Der Stalinismus und die Industrialisierung der UdSSR

Die stalinistische Politik führte eine kollektivistische Wirtschaft und Gesellschaft ein, wodurch die UdSSR zu einer großen Industriemacht aufstieg. Dies basierte auf folgenden Richtlinien:

  • Privates Eigentum war verboten.
  • Es wurde der Schwerindustrie Vorrang gegeben.
  • Stalin richtete eine staatlich gelenkte Wirtschaft ein, die Fünfjahrespläne für die landwirtschaftliche und industrielle Produktion erstellte.

Das Ergebnis dieser Politik war eine rasche Industrialisierung.

Stalins Diktatur und Repression

Stalin errichtete eine echte Diktatur, in der die Kommunistische Partei alle Staatsorgane kontrollierte. Seine Führung wurde durch den Kult der Persönlichkeit untermauert, der seine Person verherrlichte. Die Großen Moskauer Prozesse und ein heftiger Polizeiapparat führten zu Säuberungen. Viele Oppositionelle wurden hingerichtet, eingesperrt oder in Arbeitslager deportiert.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs und der amerikanische Wohlstand

Die Vereinigten Staaten von Amerika profitierten stark vom Ersten Weltkrieg. Nach dem Krieg entwickelte sich Amerika zur ersten wirtschaftlichen Weltmacht.

Der amerikanische Wohlstand

Das amerikanische Wachstum setzte sich bis zu zehn Jahre nach Kriegsende fort. Dieses Jahrzehnt war geprägt von der Konsolidierung des Wohlstands und eines American Way of Life, der auf hohem Konsum basierte.

Die Große Depression und der Börsencrash von 1929

Viele Aktionäre waren sich bewusst, dass der Aktienkurs weit höher war als der tatsächliche Wert der Unternehmen und nicht auf unbestimmte Zeit weiter steigen konnte. Dieses Misstrauen verbreitete sich unter den Investoren.

Der Börsencrash am „Schwarzen Donnerstag“

Im Jahr 1929 (am Schwarzen Donnerstag) löste das Misstrauen eine große Verkaufswelle an der New Yorker Börse aus. Plötzlich wollten alle ihre Aktien verkaufen, aber niemand wollte sie kaufen. Das enorme Angebot an Aktien ließ ihren Wert stark sinken, was den Börsencrash von 1929 auslöste. Der Zusammenbruch der Börse führte zum Zusammenbruch vieler Banken.

Wirtschaftliche Folgen

Aufgrund der Überzeugung, dass harte Zeiten bevorstanden, sank der Konsum, und viele Fabriken schlossen, da sie ihre Produktion nicht mehr absetzen konnten. Die Zahl der Arbeitslosen stieg, und viele Familien gerieten in Armut. Die Krise breitete sich von den USA auf den Rest der Welt aus.

Bekämpfung der Krise: Der „New Deal“

Im Jahr 1932, einem der schlimmsten Jahre der Großen Depression, gewann der Demokrat Franklin D. Roosevelt die Wahl. Er schlug ein neues Programm zur Konjunkturbelebung vor, um das Land aus der Krise zu führen: den New Deal. Der New Deal befürwortete staatliche Eingriffe, um die Wirtschaft wiederzubeleben.

Soziale und wirtschaftliche Reformen

Trotz dieser Verbesserungen wurde die Krise erst durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vollständig überwunden. Die neuen Bedürfnisse der Bewaffnung und die Versorgung der kriegführenden Staaten machten die Vereinigten Staaten erneut zum wichtigsten Lieferanten der Alliierten im Krieg.

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