Don Quijote: Analyse der Struktur, Themen und Charaktere
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Miguel de Cervantes' Meisterwerk: Don Quijote
Die Ausgabe und ihre Teile
Das Werk wurde in zwei Teilen veröffentlicht. Der erste Teil besteht aus 52 Kapiteln. Der zweite Teil erschien zehn Jahre später und umfasst 72 Kapitel.
Wichtiger Hinweis: Eine gefälschte Ausgabe von Alonso Fernández de Avellaneda, die eine Beleidigung für Cervantes darstellte, ist bemerkenswert. Cervantes reagierte auf diese Fälschung im Prolog des zweiten Teils seines Buches.
Quellen und literarische Kritik
Das Werk speist sich aus allen Arten von Renaissance-Romanen. Die Idee des Landwirts, der durch das Lesen verrückt wird, findet sich auch im Theaterstück „Das Zwischenspiel der Romantik“ (oder ähnlich). Es wird allgemein angenommen, dass das Werk eine fundamentale Kritik an den Büchern der Ritterlichkeit darstellt.
Die Struktur der Handlung
Die Haupthandlung gliedert sich in drei Reisen (Touren):
- Teil 1: Umfasst die erste und zweite Reise.
- Teil 2: Umfasst die dritte Reise.
Der Handlungsbogen
- Verlassen des Dorfes (zuerst allein, dann mit Sancho).
- Eine Reihe von Abenteuern.
- Don Quijote konfrontiert die Wirklichkeit (er verzerrt die Realität nicht zum Spaß).
- Rückkehr in das Dorf.
- Der letzte Moment der Rückkehr, um zu sterben.
Interpolierte Geschichten ergänzen die Haupthandlung und stammen aus Begegnungen mit anderen Charakteren außerhalb der zentralen Episoden, was dem Werk großen Reichtum verleiht.
Raum und Zeit in der Erzählung
Die Erzählung ist chronologisch und linear, jedoch sind die zeitlichen Andeutungen knapp, widersprüchlich und unsinnig. Auch die zitierten Orte bieten keine detaillierten geografischen Informationen. Don Quijote streift teilweise durch die Sierra Morena (braune Berge) und während der zweiten Reise durch Aragon und Katalonien.
Die Hauptcharaktere und ihre Entwicklung
Don Quijote – Der verrückte Weise
Don Quijote ist das Gegenteil eines klassischen Helden: Er ist ein älterer, dünner, großer und unattraktiver Mann. Er stammt aus armen Verhältnissen, möchte aber ein Edelmann sein. Er ist gebildet, mutig, mitfühlend und impulsiv.
Seine Figur ist voller Widersprüche:
- Klug und dumm.
- Lächerlich und bewundernswert.
- Er ist der verrückte Weise, dessen Handlungen oft von Adel und Gerechtigkeit erfüllt sind, aber inkonsequent bleiben.
Sancho Panza – Der realistische Knappe
Sancho Panza ist das Gegenteil seines Herrn: Er ist Analphabet, aber klug, praktisch und friedlich. Anfangs ist er nur an der Aussicht auf seine eigene Insel interessiert.
Die Wandlung: Am Ende des Romans sind beide Charaktere verändert. Don Quijote wird realistisch, während Sancho sensibel und voller Ideale wird.
Zentrale Themen des Romans
- Wahnsinn und Realität
- Freundschaft und Loyalität
- Sitten der Zeit
- Humor und Ironie
- Liebe und Grausamkeit
- Literatur und Fiktion
Der literarische Stil
Der Stil des Romans wird maßgeblich durch die unterschiedlichen Sprechweisen der beiden Hauptfiguren geprägt:
- Don Quijote: Verwendet einen archaischen, kultivierten Stil.
- Sancho Panza: Spricht umgangssprachlich, vulgär und ist voller Sprichwörter und Aussprüche.