Don Quijote: Handlung, Charaktere & Analyse

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Don Quijote: Handlung und Charaktere

Don Quijote ist das allgemein anerkannte Hauptwerk von Miguel de Cervantes. Hinsichtlich seiner Struktur und seines Inhalts ist der Roman in zwei Teile gegliedert.

Handlungsübersicht des Romans

Erster Teil

Erste Ausfahrt

Don Quijote, ein Edelmann, der durch das exzessive Lesen von Ritterromanen den Verstand verloren hat, bereitet alte und rostige Waffen vor, die einst seinen Großeltern gehörten. Er reitet auf seinem Pferd aus seinem Dorf los, um auf der Suche nach Abenteuern Unrecht zu sühnen. Er gelangt zu einer Herberge, die er in seiner Fantasie für eine Burg hält. Dort wird er in einer lächerlichen Zeremonie zum Ritter geschlagen. Nach einigen Abenteuern kehrt er schwer verletzt in sein Dorf zurück.

Zweite Ausfahrt

Bei seiner zweiten Ausfahrt verlässt Don Quijote erneut sein Zuhause, diesmal jedoch in Begleitung eines armen Nachbarn, Sancho Panza, der ihm als Knappe dient. Don Quijote verspricht ihm Reichtum und die Statthalterschaft über eine Insel. Das Auftreten von Sancho Panza bereichert die erzählerischen Möglichkeiten des Romans erheblich. Er dient seinem Herrn als Vertrauter, wodurch der Dialog und die Kommunikation zwischen den beiden zu einem zentralen Element werden. Die beiden Charaktere stehen im Kontrast zueinander, ergänzen sich aber auch und beeinflussen sich gegenseitig. In diesem Teil finden die berühmtesten Abenteuer statt:

  • Der Kampf gegen die Windmühlen
  • Die Auseinandersetzung mit der Schafherde
  • Die Befreiung der Galeerensklaven

Der Pfarrer und der Barbier aus seinem Dorf, die sich auf die Suche nach ihm gemacht haben, bringen ihn schließlich durch eine List zurück nach Hause.

Zweiter Teil

Dritte Ausfahrt

Die Protagonisten nehmen ihre Abenteuer wieder auf. In Aragon werden Don Quijote und sein Knappe von einem Herzogspaar aufgenommen, das die beiden in seinen Palast führt und sich einen Spaß daraus macht, sie wie Figuren aus einem Ritterroman zu behandeln. Die Herzöge ernennen Sancho zum Statthalter der Insel Barataria, doch er gibt das Amt bald wieder auf, desillusioniert von den Nachteilen des Herrschens. Schließlich wird Don Quijote in Barcelona vom Ritter vom weißen Mond besiegt, bei dem es sich um niemand anderen als den Baccalaureus Sansón Carrasco aus seinem Dorf handelt. Dieser zwingt Don Quijote, nach Hause zurückzukehren, wo er seinen Verstand wiedererlangt und schließlich stirbt.

Die Hauptfiguren

Don Quijote

Er sieht sich als fahrender Ritter des Altertums mit einer edlen Mission: die Schwachen zu schützen, Ungerechtigkeit zu bekämpfen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Sein getrübter Verstand verändert die Realität, um sie seinem Durst nach Abenteuern anzupassen. Als Ritter hat er eine Dame seiner Gedanken, Dulcinea von Toboso, und hofft, Ruhm und Ehre zu erlangen, um ihrer würdig zu sein. Anfangs ist er von seiner Mission als fahrender Ritter überzeugt, doch in den letzten Kapiteln beginnt er zu zweifeln, bis er schließlich desillusioniert ist.

Sancho Panza

Er ist materialistisch und realistisch, zeigt aber auch eine naive und verträumte Seite, die ihn manchmal die Fantasien seines Herrn teilen lässt. Im Laufe des Romans durchläuft er einen Prozess der „Quijotisierung“. Anfangs ist ihm sein bäuerlicher Stand peinlich, doch nach und nach findet er Gefallen am Ritterleben. Vor allem aber ist er ein Beispiel für Treue zu seinem Herrn, den er nach zahlreichen Niederlagen tröstet und bei den wenigen Siegen, die sie teilen, ermutigt.

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