Drahtziehen (Trefilado) vs. Strecken: Verfahren, Unterschiede und Praxis
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Einführung in das Drahtziehen (Trefilado)
Das Drahtziehen und das Strecken sind zwei Verfahren zur Formgebung duktiler Werkstoffe, bei denen Material durch Dehnung durch Öffnungen gezogen wird.
Unterschiede zwischen Strecken und Drahtziehen
Obwohl die Arbeitsweise ähnlich ist, gibt es drei wesentliche Unterschiede:
Anwendungsbereich des Materials
Das Strecken wird typischerweise auf Stangen mit Längen von 4–6 Metern und Durchmessern größer als 10 mm sowie auf Rohre angewendet. Im Gegensatz dazu wird das Drahtziehen zur Herstellung von runden Profilen mit Durchmessern von 5–8 mm eingesetzt.
Zweck der Maßnahme
Das Ziel des Streckens ist primär die Kalibrierung, die Verfestigung oder die Strukturierung der Stange. Bei diesem Verfahren steht die Reduzierung des Materialquerschnitts im Vordergrund, um die Endmaße zu erreichen. Beim Drahtziehen hingegen ist die Querschnittsreduzierung fast ausschließlich das Ziel, während Härtung und Kalibrierung sekundäre Aspekte sind.
Durchführung der Operation
Beim Strecken wird die Operation in einem einzigen Durchgang durchgeführt, während das Material beim Drahtziehen in mehreren Zügen verfeinert wird.
Praxis des Drahtziehens (Trefilado)
1 Vorbereitende Maßnahmen
1.1 Schärfen
Das Ende des Rundmaterials muss auf einen Durchmesser von etwa 20 oder 25 mm geschärft werden, um die Einführung in die Ziehmatrize zu ermöglichen.
1.2 Entzundern (Stripping)
Es muss eine möglichst saubere Oberfläche erzielt werden, da Metalloxide hart und abrasiv sind.
2 Trefilado selbst
Der eigentliche Ziehvorgang wird in Drahtziehmaschinen durchgeführt.
3 Endbearbeitung
3.1 Richten
Das Richten erfolgt mittels Scheren oder Richtwalzen.
3.2 Glühen
Da der Draht durch die Verformung gehärtet wird, wird er in der Regel einem Glühprozess unterzogen, um die gewünschte Zähigkeit wiederherzustellen.
3.3 Polieren oder Beschichten
Oft werden die gezogenen Drähte anschließend poliert oder beschichtet.
Tiefziehen
Das Tiefziehen ist ein Umformverfahren, das darauf abzielt, einen flachen Blechzuschnitt in einen Hohlkörper umzuwandeln. Die Operation wird mithilfe eines Werkzeugsatzes durchgeführt, der hauptsächlich aus drei Komponenten besteht:
1 Matrize (Werkzeugunterteil)
Dies ist die Kavität, in die das Blech einfließen muss.
2 Stempel (Werkzeugoberteil)
Dieser treibt das Blech in die Kavität der Matrize.
3 Niederhalter (Pisador)
Der Niederhalter drückt den Blechrand an den Rand der Matrize. Seine Aufgabe ist es, Faltenbildung zu verhindern, während er dem Material erlaubt, kontrolliert zu fließen und vom Stempel verformt zu werden.
Entwicklung des umzuformenden Bauteils
Eines der grundlegenden Probleme beim Entwurf des Tiefziehprozesses ist die a priori Bestimmung der Form und der Abmessungen des Blechzuschnitts, der für die Herstellung des gewünschten Teils erforderlich ist. Für Teile mit kreisförmigem Querschnitt und einfacher geometrischer Form können die Entwicklungsgleichungen bestimmt werden.