Drogenkonsum: Auswirkungen, Risiken und Prävention
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Senioren und Drogenkonsum
Bei Senioren gibt es eine spezifische Komplikation: Tief verwurzelte Verhaltensmuster und eine eingeschränkte Lernfähigkeit erschweren den Entzug. Zudem besteht ein erhebliches Risiko für den Einstieg in den Konsum von Tabak und Alkohol als Folge der komplexen Lebensphase des Eintritts in den Ruhestand.
Familiäres Umfeld
Der Kern der Drogenprävention liegt in der Einbeziehung nicht nur der unmittelbaren Familienangehörigen, sondern auch von Nachbarn, Freunden und dem Arbeitsumfeld, da diese Faktoren die Erziehung und das soziale Verhalten maßgeblich beeinflussen.
Soziales Umfeld
Wir müssen die Gesundheitsförderung durch pädagogische Aktivitäten stärken. Ziel ist es, ungesunde Haltungen abzubauen und neue, gesunde Gewohnheiten in den Mittelpunkt der Werteskala zu rücken.
Auswirkungen von Drogen in der Schwangerschaft
Der Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft hat schwerwiegende Folgen:
- Erstes Trimester (bis 10. Woche): Organbildung; Risiko für Fehlbildungen des Herzens, der Gliedmaßen und des Fötus.
- Pränatale Entwicklung (ab 11. Woche): Gefahr von Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht, was oft eine medizinische Spezialbehandlung erfordert.
- Entbindung: Alkohol wird über die Plazenta übertragen und erhöht das Risiko für das Fetale Alkoholsyndrom (FAS), Mikrozephalie (kleiner Schädel) sowie körperliche und geistige Behinderungen.
Substanzspezifische Risiken
- Tabak: Erhöht das Risiko für Frühgeburten; Nikotin reduziert den Appetit der Mutter und die Sauerstoffaufnahme des Fötus.
- Marihuana: Steht in Verbindung mit Frühgeburten und untergewichtigen Babys.
- Heroin: Führt zu Frühgeburten, niedrigem Geburtsgewicht, Atemnot, Hypoglykämie und Hirnblutungen beim Neugeborenen.
- Kokain und Aufputschmittel: Reduzieren den Appetit der Mutter, erhöhen den Blutdruck und beeinträchtigen die fötale Entwicklung. Neugeborene zeigen oft Entzugssymptome wie Tremor, Schlaflosigkeit und Muskelkrämpfe.
Sexualität und Drogen
Die Droge Ecstasy (bekannt als „Pille der Liebe“) führt zu einer massiven Serotoninausschüttung. Kurzfristig verursacht sie neurale Probleme sowie eine langfristige Verringerung der Libido und der sexuellen Reaktionsfähigkeit.
Zusammenhang zwischen Drogenkonsum und HIV
Die gemeinsame Nutzung von nicht sterilen Nadeln, Löffeln oder anderem Zubehör erhöht das Risiko einer HIV-Infektion oder deren Übertragung drastisch.
Internationale Klassifikation von Drogen
- Gruppe 1: Gesundheitsgefährdend, kein medizinischer Nutzen, verboten (z. B. Heroin, Kokain, Ecstasy, LSD).
- Gruppe 2: Gefährlich, aber mit therapeutischem Nutzen; erfordert spezielle Verschreibungen (z. B. Methadon, Morphin).
- Gruppe 3: Klarer medizinischer Nutzen bei kontrolliertem Risiko; klassische ärztliche Verschreibung.
- Gruppe 4: Gesundheitsfördernd, ungiftig, rezeptfrei (z. B. Vitaminkomplexe).
Handlungsstrategien des Nationalen Drogenplans (Spanien)
- Erhaltung und Erweiterung der konstruktiven politischen Debatte.
- Förderung des sozialen Bewusstseins und der Partizipation.
- Vorrang der Prävention.
- Umfassender Ansatz für das Problem.
- Förderung der sozialen Wiedereingliederung.
- Verbesserung der Reduzierung des Angebots.
- Förderung der internationalen Zusammenarbeit.