Drüsen, Hormone und Fortpflanzung
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,35 KB
Die Drüsen
Die Drüsen sind Organe aus spezialisierten Zellen, die Stoffe produzieren und sezernieren.
Einteilung der Drüsen
Die Drüsen können folgendermaßen eingeteilt werden:
- Endokrine: wie die Hypophyse oder die Schilddrüse, die Hormone produzieren, die ins Blut abgegeben werden.
- Exokrine: wie die Speicheldrüsen und die Leber, die ihre Sekrete außerhalb des Körpers oder in den Magen-Darm-Trakt abgeben und daher nicht Teil des endokrinen Systems sind.
Hormone — Botenstoffe
Hormone sind von lipid- oder proteinähnlicher Natur und werden mit dem Blut transportiert, um bestimmte Körperfunktionen zu regulieren. Hormone haben folgende Eigenschaften:
- Sie sind spezifisch: Jedes Hormon wirkt auf bestimmte Zellen, die sogenannten Zielzellen, die speziell programmiert sind, auf seine Anwesenheit zu reagieren.
- Sie sind sehr effektiv: Eine minimale Menge eines Hormons kann ausreichen, um seine Funktion zu erfüllen.
- Ihre Produktion wird kontrolliert: Ein Überschuss oder ein Mangel an einem Hormon kann krankheitsartige Merkmale hervorrufen.
Die Pubertät
Die Pubertät ist die Lebensphase, in der die Geschlechtsorgane heranreifen.
Die männlichen und weiblichen Genitalorgane sind verantwortlich für die Herstellung der Keimzellen, damit bei einer Begegnung eine Befruchtung stattfinden und im Fall der Frau ein Embryo aufgenommen werden kann.
Gameten
Gameten sind spezialisierte Zellen, die die genetische Information der Eltern tragen und die erste Zelle eines neuen Individuums, die Zygote, bilden.
Männliche Gameten heißen Spermien und weibliche Gameten Eier (Eizellen); beide spielen gemeinsame, aber deutlich unterschiedliche Funktionen.
Die Spermien
Spermien sind kleine, hoch spezialisierte Zellen. Der vordere Abschnitt, der Kopf, enthält den Zellkern mit dem väterlichen Erbgut. Sie besitzen außerdem eine lange Geißel (Flagellum), durch die sie sich fortbewegen.
Bildung der Spermien
Spermien werden in den Hoden in sehr feinen Röhrchen, den Samenkanälchen, gebildet. Jeder Hoden enthält eine große Anzahl von Samenkanälchen. An den Wänden befinden sich Spermienstammzellen, die sich ständig ab der Pubertät vermehren. Tausende Spermien können pro Sekunde entstehen; jedes Spermium benötigt 64 bis 72 Tage, um vollständig gebildet zu werden.
Die Eizelle
Eizellen sind große Zellen. Der Zellkern enthält die genetische Information. Im Zytoplasma befinden sich Reservestoffe, das Eigelb, das den Embryo in den frühen Phasen der Entwicklung ernährt. Rund um die Eizelle liegt eine Zellkrone, die sie schützt.
Bildung der Eizellen
Bei Frauen werden die Eizellen vor der Geburt bis zum vierten Monat der Schwangerschaft angelegt. Wenn ein Mädchen geboren wird, enthalten ihre Eierstöcke bereits einen Pool unreifer Eizellen in kleinen Hohlräumen, den sogenannten Follikeln. Die Wände dieser Follikel sind mit Follikelzellen ausgekleidet, die das Ei nähren und schützen.
Der Ovarial- und Menstruationszyklus
Der Ovarialzyklus und der Menstruationszyklus sind zyklische Prozesse, die jeweils in den Eierstöcken bzw. in der Gebärmutterschleimhaut stattfinden und vom endokrinen System gesteuert werden.
Befruchtung
Befruchtung ist der Prozess der Vereinigung von Spermium und Eizelle. Sie dauert etwa 36 bis 60 Stunden und findet in den Eileitern statt. Dort durchdringt ein einzelnes Spermium die Zellkrone (Corona radiata), die die Eizelle schützt, sowie die Eihülle, verbindet sich mit der Eizellmembran und verschmilzt mit ihr. Die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ergibt die erste Zelle eines neuen Individuums, die Zygote.
Zwischen dem ersten und zweiten Tag beginnt die Zygote sich zunächst in zwei Zellen zu teilen, dann in vier und so weiter, während sie sich durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter bewegt.
Einnistung (Implantation)
Wenn der Embryo die Gebärmutter erreicht, nistet er sich in der Gebärmutterschleimhaut ein. Dieser Vorgang wird Einnistung oder Implantation genannt und erfolgt bis etwa zum 14. Tag nach der Befruchtung. Die Frau ist damit schwanger, und ab diesem Zeitpunkt bleiben ihre Monatsblutungen bis nach der Geburt aus.