Economy and Social Change: Nachkriegs-Autarkie (Años 40)

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Der französisch: Economy and Social Change:

1. Die Nachkriegs-Autarkie (Años 40)

1939 war Spanien zerstört. Das Franco-Regime basierte auf dem Vorbild Italiens (Mussolini) und dem deutschen Modell (Hitler). Diese Modelle beruhten auf wirtschaftlicher Autarkie und staatlichem Eingreifen. Der Staat legte die Preise für landwirtschaftliche Produkte fest und zwang die Bauern aufzugeben, was von ihrer Ernte übrig blieb. Im Jahr 1941 gründete er das Nationale Institut zur Kontrolle des Warenverkehrs, des Handels und der Industrie.

1.1 Wirtschaftliches Scheitern

Nach dem Krieg begann die landwirtschaftliche Produktion zu sinken, und der Schwarzmarkt bestimmte die Wirtschaft des Landes. Die Situation verschlechterte sich durch die internationale Isolierung des Franco-Regimes.

2. Das Ende der Autarkie (Años 50)

In den 1950er Jahren kam es zu einer Änderung in der Wirtschaftspolitik. Die Preise wurden liberalisiert, und im Jahr 1952 gab es nur noch Lebensmittelrationierung. Ab 1951 begann man in Nordamerika zu erkennen, dass industrielle Entwicklung helfen könnte. Franco ernannte 1959 neue Minister zur Durchführung des Stabilisierungsplans von 1959.

3. Años 60

3.1 Stabilisierungsplan von 1959

Dieser Plan folgte den Vorgaben der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. Die spanische Wirtschaft wurde nach außen geöffnet. Ab 1961 wuchs die spanische Wirtschaft.

3.2 Wirtschaftliche Entwicklung 1961–1973

Zwischen 1961 und 1973 erlebte Spanien ein rasantes Wachstum in Industrie und Dienstleistungssektor. Ausländische Investoren wurden durch niedrige Arbeitskosten angezogen. Landbewohner wurden in die Städte gezogen, um Arbeit zu suchen, und viele Gegenden des spanischen Hinterlands wurden aufgegeben. Spanien erhielt massenhaft ausländische Touristen, und die Arbeitslosigkeit war aufgrund der Auswanderung nach Europa nahezu nicht vorhanden.

3.3 Große gesellschaftliche Veränderungen

In den 1960er Jahren vollzog sich ein rascher sozialer Wandel, insbesondere die Urbanisierung und die Migration nach Europa. Mehr als eine Million Spanier gingen zur Arbeit nach Europa, um Jobs zu besetzen, die Einheimische nicht übernehmen wollten. Die Auswanderung hatte positive Auswirkungen, wie die Reduktion der Arbeitslosigkeit und höhere Einkommen. Sie brachte jedoch auch negative Folgen, etwa Unterschiede in der Vermögensverteilung zwischen verschiedenen Regionen Spaniens.

  • Die Sterblichkeitsrate sank, aber gleichzeitig ging die Geburtenrate zurück.
  • Die Regierung verstärkte öffentliche Dienstleistungen, um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden.
  • Schulen und Hochschulen wurden erweitert; ab 1963 wurden Krankenhäuser eingerichtet, die Gesundheitsversorgung verbessert und das Rentensystem ausgebaut, obwohl all dies noch nicht den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprach.
  • Durch den Bevölkerungszuwachs war Wohnraum nötig; neue Stadtviertel wurden gebaut, die jedoch nicht ausreichend ausgestattet waren.

3.4 Die Konsumgesellschaft

Die spanische Gesellschaft hatte besseren Zugang zu Informationen und konsumierte mehr Güter wie Elektrogeräte, Autos und Fernseher. Die neue Gesellschaft, vor allem die Jugendlichen, entwickelten eine neue Mentalität, die mit den Traditionen des Regimes in Konflikt geriet.

4. Die Wirtschaftskrise von 1973

Obwohl es zuvor großes wirtschaftliches Wachstum gegeben hatte, war die spanische Wirtschaft vom Tourismus, von Rücküberweisungen der Migranten und von ausländischen Investitionen abhängig. Als die Krise von 1973 die Welt traf, wurde auch Spanien betroffen. Diese Krise wurde durch steigende Ölpreise ausgelöst; Spanien war besonders hart getroffen, da die Industrie von ausländischem Öl abhängig war. Investitionen und Exporte sanken. Für Spanien endete die Zeit des Wohlstands.

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