Effektive Lehrmethoden und didaktische Prinzipien
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Grundlagen der Lehrmethoden
Wie wir bereits gesehen haben, werden die Methoden durch das Ziel-Inhalt-Verhältnis bestimmt. Sie sind die Mittel, um die Ziele und Zwecke der Bildung zu erreichen. Daher zeichnen sich Lehrmethoden durch folgende Eigenschaften aus: Sie orientieren sich an Zielen, erfordern eine geplante Abfolge von Aktionen und nutzen gezielt Ressourcen.
Das Konzept der Lehrmethoden
Ein konzeptionell einfacher Ansatz definiert die Methode als den Weg, um ein Ziel zu erreichen. Diese Methoden eignen sich für die Erreichung spezifischer Ziele. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Wissenszweig seine eigenen Methoden entwickelt hat; so gibt es unter anderem mathematische, soziologische und pädagogische Methoden. Da der Lehrer im Klassenzimmer den Lernprozess mit einer Reihe von Aktionen, Maßnahmen und Verfahren anregt und leitet, bezeichnen wir dies ebenfalls als Methode. Man darf die Methode jedoch nicht nur als eine bloße Abfolge von Verfahren betrachten – dies ist nur ein Detail des Prozesses. Vielmehr entspricht die Methode der gesamten Reihenfolge der Aktivitäten von Lehrer und Schüler.
Die Beziehung zwischen Ziel, Inhalt und Methode
Ein umfassendes Verständnis dieser Beziehung besagt, dass Methoden nicht ohne Ziele und Inhalte existieren können. Die Assimilation der Inhalte hängt maßgeblich von den Methoden des Lehrens und Lernens ab. Das Kernstück dieses Prozesses ist die Interdependenz: Während der Inhalt die Methode auf Basis objektiver Informationen bestimmt, kann das Verfahren auch durch das Objekt der Assimilation beeinflusst werden. Entscheidend ist, dass die Einheit aus Ziel, Inhalt und Methode die Grundlage des didaktischen Prozesses bildet.
Die Grundprinzipien der Lehre
Diese Grundsätze sind allgemeine Aspekte der Lehre, die der Theorie der Unterrichtsführung zugrunde liegen. Sie geben die Aktivität und Führung des Lehrers in Bezug auf die Zielsetzungen präzise an. Die Grundprinzipien der Erziehung umfassen:
- Wissenschaftlichkeit und Systematik: Der Lehrer sollte eine wissenschaftliche Erklärung der Inhalte anstreben. Er führt die Schüler zum unabhängigen Studium und nutzt wissenschaftliche Methoden, um die Konsolidierung früherer Themen vor der Einführung neuer Materialien sicherzustellen. Dabei wird die Reihenfolge von Konzepten und Fähigkeiten organisiert und eine Einheit von Zielen, Inhalten und Methoden geschaffen. Die schulische Organisation integriert Inhalte mit anderen Bereichen und fördert die Ausbildung von Einstellungen und Überzeugungen.
- Verständlichkeit und Erlernbarkeit: Um diese Konzepte in der Praxis umzusetzen, muss man den Schwierigkeitsgrad des Unterrichts quantifizieren, regelmäßige Diagnosen durchführen und die Korrelation zwischen dem Wissensstand und den Fähigkeiten der Studierenden analysieren. Zudem ist eine ständige Verbesserung und Modernisierung der Lehrkräfte erforderlich.
- Verbindung zwischen Wissen und Praxis: Den Schülern müssen Verknüpfungen zwischen den Inhalten und den Erfahrungen sowie Problemen des praktischen Lebens angeboten werden. Die Lernenden sollten belegen, was in der Praxis Bestand hat, und die Beziehung des Wissens zu dem anderer Generationen erkennen.
- Einheit von Lehren und Lernen: In der Praxis bedeutet dies, den Schülern die Ziele der Unterrichtsstunden und die Bedeutung des Wissens zu erklären. Es gilt, Widersprüche zwischen Ideen und Erfahrungen aufzuzeigen und Bedingungen für selbstständiges Lernen zu schaffen. Schüler sollen angeregt werden, ihre Ansichten zu verteidigen, mit Differenzen umzugehen und kreative Lösungen für Aufgaben zu finden.
- Sicherstellung fundierten Wissens.
- Verbindung von kollektiver Arbeit und Individualität: Hierbei sollten klare Erläuterungen der Ziele erfolgen und ein Arbeitsrhythmus für die Klasse entwickelt werden, der ungünstige Einflüsse individueller Besonderheiten auf die Arbeit des Lehrers verhindert. Gleichzeitig muss jeder Schüler respektiert und in seinem spezifischen Rhythmus wahrgenommen werden.
Klassifizierung von Unterrichtsmethoden
Es existieren verschiedene Klassifizierungsmethoden. In dieser Studie werden die Lehrmethoden in engem Zusammenhang mit den Lernmethoden definiert. Aus dieser Sicht ist die kognitive Beziehung zwischen Schüler und Lehrer die zentrale Achse. Man kann diese Methoden nach ihren Richtungen unterscheiden, die sowohl extern als auch intern sein können. Hieraus ergeben sich folgende bekannte Methoden der Klassenaktivität:
- Methode der Exposition durch den Lehrer: Diese Methode wird am häufigsten verwendet. Der Student nimmt hierbei eine eher passive Position gegenüber dem erklärten Stoff ein. Es gibt verschiedene Arten der Exposition: oral (mündlich), Demonstration, Illustration und Veranschaulichung.
- Methode der selbstständigen Arbeit: Sie besteht aus Aufgaben, die vom Lehrer gesteuert und geführt werden, die der Schüler jedoch selbstständig und kreativ löst. Dies fördert die geistige Haltung und den eigenen Standpunkt des Schülers. Phasen sind die Vorbereitung, die Assimilation von Inhalten und die Ausarbeitung. Eine bekannte Form ist das dirigierte Studium (einzeln oder paarweise).
- Verfahren der gemeinsamen Erarbeitung: Eine Methode der Interaktion zwischen Lehrer und Schülern, um gemeinsam neues Wissen zu erlangen.
- Methode der Gruppenarbeit: Hierbei werden Aufgaben an Schülergruppen (laut Autor idealerweise drei bis fünf Personen) verteilt. Formen sind: Diskussion, Phillips 66, Brainstorming, Gruppenverbalisierung oder Seminare.
- Spezielle Freizeitangebote: Diese ergänzen die klassischen Lehrmethoden.
Medien und Mittel des Unterrichts
Dies sind alle Mittel und materiellen Ressourcen, die von Lehrern oder Studenten eingesetzt werden, um das Lehren und Lernen zu organisieren und durchzuführen. Die Ausstattung im Klassenzimmer (von der Tafel bis zum Computer) stellt Möglichkeiten der Allgemeinbildung dar, die in allen Fächern genutzt werden können. Es ist essenziell, dass Lehrkräfte diese Geräte beherrschen, um sie effektiv im Unterricht einzusetzen.