Effektivität, Effizienz und Qualitätsmanagement

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Effektivität und Effizienz

Effektivität: Wirksamkeit eines Verfahrens und gute Qualität der Zielerreichung (doing the right things).

Effizienz: Wirtschaftlichkeit eines Verfahrens (doing the things right).

Die eingesetzten Mittel in einem möglichst günstigen Nutzen-Kosten-Verhältnis benutzen. Die Effizienz steigt durch den effektiven Einsatz knapper Ressourcen und die Weiterentwicklung der Prozesse – mehr Qualität und Zeit und weniger Kosten.


Geschäftsprozesse

Geschäftsprozess: Folge zusammenhängender Tätigkeiten, die dem Kunden (intern oder extern) einen Nutzen liefern – nur für betriebliche Abläufe, die sich wiederholen.

Ziele: Bessere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

Interne Kunden sind z.B. Abteilungen oder Mitarbeiter.

Externe Kunden sind alle Geschäftspartner, wie z. B. Lieferer, Kreditinstitute, Behörden.

Beide Kunden lösen den Prozess aus und empfangen auch die Leistung.

Arten von Geschäftsprozessen

Kernprozesse: Geschäftsprozesse, in denen das Unternehmen die Kernkompetenz besitzt und vermarktet – Hauptleistung des Unternehmens. Gerichtet an externe Kunden.

Wir unterscheiden wertschöpfungsintensive (z. B. Material beschaffen) und kundennahe Kernprozesse (z. B. Aufträge annehmen) – erfolgskritischer wegen der engen Anbindung zum Kunden.

Serviceprozesse: Unterstützende Aufgaben, die eine Leistung für die Kernprozesse leisten. Gerichtet an interne Kunden.

Managementprozesse: Haben die Aufgabe, das Unternehmen zu führen und die Kern- und Serviceprozesse zu steuern.


Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement: Hat die Aufgabe, Fehler zu vermeiden. Darüber hinaus soll im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ein bestätig höheres Qualitätsniveau erreicht werden.

Gründe, in Qualitätsmaßnahmen zu investieren: Image, Konkurrenzdruck, Unternehmensphilosophie, gesetzliche Vorgabe, Reklamationskosten senken, Ausschuss senken.

Fehlerfolgekosten: Reparaturkosten, Kundenverluste, Schadensersatzforderungen, Imagerückgang.

Fehlerverhütungskosten: Qualitätsaudit, Quality Code, Schulung der MA, Wartung von Maschinen und Anlagen.

Prüfkosten: Prüfbedingte Produktionsunterbrechungen, während der Prüfung zerstörte Werkstoffe oder Produkte, Abschreibungen von Prüfgeräten.

Fehlerverhütungs- und Prüfkosten > Fehlerfolgekosten.


Unzureichendes Qualitätsmanagement / Ursachen für Qualitätsprobleme: fehlerhaftes Material, geringe Motivation der MA, fehlende Eingangs-, Zwischen- und Endkontrollen, falsche Lagerhaltung, nur Stichprobenkontrollen, qualitativ minderwertige Maschinen, Konstruktionsfehler, Arbeiten unter Zeitdruck.



DIN EN ISO 9001:2015

(Zertifikat von Qualitätsmanagementsystemen)

DIN: Deutsches Institut für Normung

EN: Europäische Norm

ISO: International Organization for Standardization

Verbesserungsprozesses: Kundenzufriedenheit, Verantwortung der Leistung, Management von Ressourcen, Produktrealisierung, Messung, Analyse und Verbesserung.

Total Quality Management

Qualitätsaudit:

  1. Einführung eines Qualitätsmanagementsystems DIN ES ISO 9000
  2. Fehler sollen von vornherein vermieden werden.
  3. Qualitätsmanagement soll sich auf alle Bereiche beziehen.
  4. Qualitätsmanagementsystem (QM-System) wird in einem Handbuch festgehalten.
  5. Unternehmen können das QM-System durch unabhängige Prüfer überprüfen (auditieren) lassen.

Quality Circle:

  1. 6-10 MA aus demselben Arbeitsbereich.
  2. Regelmäßige Treffen während der Arbeitszeit.
  3. Teilnahme ist freiwillig
  4. Aufdecken von Schwachstellen und Erarbeiten von Lösungsvorschlägen.
  5. Positive Auswirkung auf die Arbeitszufriedenheit und Motivation der MA.
  6. Recht hohe Anforderung an die Sozialkompetenz.

CAQ (Computer Aided Quality Assurance)

  1. Automatisierte Mess- und Prüfsysteme überwachen ständig Werkzeug und Werkstück.
  2. Abnutzung oder Bruch von Werkzeugen kann frühzeitig erkannt werden, sodass die Werkstücke unbeschädigt bleiben.
  3. Verringerung der Ausschussquote.

Qualität und MA

  1. Qualitätsbewusstsein fordern (z.B. durch Seminare).
  2. Qualifikation erhöhen
  3. Motivation steigern (z.B. Qualitätsprämien)

Kriterien

DIN EN ISO 9001:2015

(Prozessorientierung + Risikomanagements)

TQM

Grundgedanke

Definition, Verbesserung und Normierung der Prozesse.

Einrichtung überragender Praktiken innerhalb des UN.

Tragweite

Erlangung eines Zertifikats, einer Bestätigung dafür, dass bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllt sind.

Einrichtung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Fokus auf…

Erfüllung der Erwartungen der beteiligten Gruppen (Kunden, MA, Lieferer, usw.) in der Gegenwart.

“” in der Zukunft.

Verantwortung des Einzelnen (MA)

Wird durch die Definition der Prozesse festgelegt. Die Einrichtung eines Prozessverantwortlichen, Nachschulungen und Audits sichern die Stabilität der Prozesse und damit die der Qualität

Die pro-aktive MA ist der wichtigste Garant zur Erreichung des Qualitätsziels. Die Verantwortung für Qualität liegt bei allen MA und ist unabhängig von Status und Hierarchie.


Bestimmung der effektiven Geschäftsprozesse im Zielsystem

Effektive Geschäftsprozesse zur Sicherstellung der Unternehmensziele ableiten:
  1. Unternehmenszweck festlegen.
  2. Unternehmensziele beschreiben (Umsatz – Gewinn – Marktanteil).
Methoden zur Ermittlung der effektiven Geschäftsprozesse:
  1. Prozessidentifikation -> durch Fragestellungen, Tabelle erstellen
  2. Prozesspriorisierung -> ABC Analyse

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