Die Einigung Italiens und Deutschlands im 19. Jahrhundert

Eingeordnet in Geschichte

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,84 KB

Die Einigung Italiens

Im Jahr 1815 war Italien in verschiedene Staaten unterteilt, wobei die Lombardei und Venetien unter österreichischer Kontrolle standen. Im Jahr 1830 entstand das Risorgimento, vertreten durch Giuseppe Mazzini. Er strebte eine demokratische Republik an, die durch einen Volksaufstand entstehen sollte. In Piemont wurde die verfassungsmäßige Ordnung unter der Monarchie des Hauses Savoyen gefestigt. Der Regierungschef Cavour förderte eine Strategie zur Wiedervereinigung. König Viktor Emanuel II. und Cavour setzten diese Strategien um, indem sie sich mit Frankreich verbündeten, um die österreichische Herrschaft in der Lombardei zu beenden, wobei sie im Gegenzug Nizza und Savoyen an Frankreich abtraten.

Giuseppe Garibaldi begann die Eroberung des Südens mit einer kleinen Armee und stürzte das Bourbonen-Regime. Garibaldi gab seine republikanische Perspektive auf und erkannte Viktor Emanuel II. als König von Italien an.

Der Prozess wurde durch die Annexion Venetiens nach dem Sieg über Österreich und die Eroberung des Kirchenstaates abgeschlossen, wobei der Papst trotz seines Widerstands auf den Vatikan beschränkt wurde. Italien stand vor drei Problemen:

  • Die ablehnende Haltung des Papstes.
  • Der Kontrast zwischen einem industrialisierten Norden und einem rückständigen agrarischen Süden.
  • Die unvollständige Einigung, da Gebiete wie Istrien und Trient unter österreichischer Herrschaft blieben.

Die Einigung Deutschlands

Im 18. Jahrhundert wurde der deutsche Nationalismus durch kulturelle Komponenten von Philosophen wie Herder und Fichte geprägt, die durch die Romantik verstärkt wurden. Der Wiener Kongress etablierte den Deutschen Bund aus 39 Staaten.

Der erste Schritt war die Gründung des Zollvereins, der einen freien Markt schuf. Dieser wurde von Preußen angeführt, während Österreich ausgeschlossen blieb, was die Rivalität zwischen beiden Mächten verdeutlichte. Während der Revolution von 1848 bildeten liberale und demokratische Sektoren ein Parlament in Frankfurt am Main, das Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone anbot. Die preußische Monarchie lehnte das Angebot jedoch ab.

Daraufhin übernahm Otto von Bismarck die Strategie der preußisch dominierten Einigung. Diese umfasste:

  • Einen Krieg gegen Dänemark (Annexion der Herzogtümer Schleswig und Holstein).
  • Einen Krieg gegen Österreich.
  • Einen Krieg gegen Frankreich.

Nach dem militärischen Sieg wurde das Zweite Deutsche Reich mit Wilhelm I. als Kaiser ausgerufen. Die Einigung ließ jedoch zwei Fragen offen: die religiöse Dualität und die Unvollständigkeit der Vereinigung durch den Ausschluss der deutschsprachigen Gebiete Österreichs.

Verwandte Einträge: