Einkommenselastizität, Marktstrukturen und staatliche Eingriffe
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Einkommenselastizität der Nachfrage
Einkommenselastizität der Nachfrage
Die Einkommenselastizität beschreibt eine direkt proportionale Beziehung: Mehr Einkommen führt in der Regel zu höherer Nachfrage, weniger Einkommen zu geringerer Nachfrage. Es existieren mindestens drei Arten von Gütern:
- Normale Güter: Die Nachfrage (dda) entwickelt sich direkt proportional zum Einkommen (I).
- Neutrale Güter: Die Nachfrage (dda) bleibt konstant, wenn sich das Einkommen (I) ändert.
- Inferiore Güter: Die Nachfrage (dda) entwickelt sich umgekehrt zum Einkommen.
Formal: Einkommenselastizität Ey > 0: normales Gut; Ey < 0: inferiores Gut; Ey = 0: neutrales Gut.
Mathematik für die Marktanalyse
Mathematik nützlich für die Analyse der Märkte: Gewinn- und Nutzenfunktionen sind nützlich, um das Gleichgewicht von Preis und Menge zu bestimmen.
Konsumenten- und Produzentenrente
Konsumentenrente: Eine Alternative zum Verbraucherpreisindex, die zeigt, welchen Überschuss Konsumenten gegenüber dem tatsächlich gezahlten Preis erhalten würden, d. h. welchen Betrag Konsumenten bereit wären zu zahlen.
Produzentenrente: Alternatives Konzept für Produzenten: Preisalternativen, die der Anbieter empfangen könnte; die Produzentenrente ist die Differenz zwischen dem erhaltenen Preis und dem Mindestpreis, zu dem der Anbieter bereit wäre zu verkaufen.
Cross-Preis-Elastizitäten
Cross-Preis-Elastizitäten:
- Immer positiv: Substitute (Steigt der Preis eines Gutes, steigt die Nachfrage nach dem anderen).
- Immer negativ: Komplemente (Steigt der Preis eines Gutes, sinkt die Nachfrage nach dem anderen).
Intervention des Staates in die Märkte
Monopol:
Monopolstruktur: Es gibt nur einen Anbieter. Die Gefahr besteht darin, dass sich der Anbieter monopolistisches Verhalten aneignet. Monopolistisches Verhalten ist schädlich, weil der Anbieter für die Verbraucher höhere Preise verlangt und zudem die Qualität von Gütern oder Dienstleistungen verschlechtern kann. Dies ist sehr problematisch.
Gängige staatliche Regulierungsmaßnahmen:
- Höchstpreis
- Mindestmenge
- Kontrolle der Dienstleistungsqualität
Absprachen und Kartelle
Absprachen: Aktionen von Gruppen von Anbietern, um monopolistisches Verhalten zu übernehmen, wodurch die Verteilung der Güter beeinflusst und die Preise erhöht werden. Auch wenn es nicht mehr als einen Anbieter gibt, kann monopolistisches Verhalten durch Absprachen entstehen.
Der Staat kann ahnden durch:
- Geldstrafen (Multas)
- Gefängnisstrafen (Penas)
Wenn eine Abrede länger als ein Jahr andauert, spricht man von einem Kartell.
Monopson
Monopson: Beim Monopson hat der Käufer (Nachfrager) wenige oder keine Alternativen zur Auswahl. Der Käufer kann feste Bedingungen gegenüber den Anbieterinnen/Abietern durchsetzen. Staatliche Maßnahmen zur Regulierung können sein:
- Mindestpreis
- Beschränkung der Maximalkaufmenge
Externe Effekte
Externe Effekte:
- Positive externe Effekte: Günstige Wirkungen für Dritte. Der Staat kann positive Effekte verstärken, z. B. durch Förderung oder Bereitstellung öffentlicher Güter, da private Akteure diese Effekte häufig nicht vollständig internalisieren.
- Negative externe Effekte: Schädliche Wirkungen für Dritte. Diese verursachen soziale Kosten, die nicht privat getragen werden.
Größenordnungen der Politikmaßnahmen:
- Steuern: zur Reduktion negativer externer Effekte.
- Verbote und rechtliche Beschränkungen: zur Beseitigung schädlicher Aktivitäten.
Auswirkungen auf den Markt: Steuern
Steuern: Steuern dienen zur Einnahmenerzielung und zur Korrektur externer Effekte. Man unterscheidet:
- Proportionale Steuer: Eine Gebühr in Höhe eines Prozentsatzes des Preises pro verkaufter Einheit (ad valorem).
- Spezifische Steuer (Betrag): Die Steuer entspricht einem festen Geldbetrag pro verkaufter Einheit (per unit tax).
Zuschüsse
Zuschüsse: Der Staat leistet Zahlungen, um produktive Aktivitäten in bestimmten Märkten zu fördern. Formen:
- Proportionaler Zuschuss: Der staatliche Zuschuss entspricht einem bestimmten Geldbetrag pro verkaufter Einheit.
- Fester Betrag: Der Beitrag des Staates ist ein fester Geldwert pro verkaufter Einheit oder pro beschäftigtem Arbeitnehmer.
Die Differenz entspricht dem Zuschussbetrag.