El poema de la rosa als llavis: Erotik und Vitalismus in der katalanischen Poesie
Eingeordnet in Spanisch
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,35 KB
Einführung: Das beste erotische Werk
Es gilt als das beste Buch der erotischen katalanischen Poesie. Der Dichter kommuniziert die Fähigkeit, Lust und Freude mit Lebensfreude und dem Triumph der Sexualität zu verbinden. Das Werk vereint Gedichte, die zwischen 1921 und 1923 geschrieben wurden. Es erzählt eine Geschichte, die der Liebesbiografie Salvats entsprechen könnte, obwohl es schwierig ist, eine echte Korrelation zu finden. Es wird vermutet, dass er eine Bekannte traf, als er in einem französischen Sanatorium war. Das Buch präsentiert eine Erzählung von Liebe und erotischem Erlebnis. Es ist eine Hymne an die Hoffnung und die Liebe zum Leben, denn Salvat ist überzeugt, dass die Liebe (l'amor) der Motor und die Macht des Universums ist.
Der Titel: Die Rose an den Lippen
Der Titel des Gedichts, „Das Gedicht von der Rose an ihre Lippen“, ist eine Einheit. Die rosa Lippen sind der Ausdruck des Stils, der in einem Kontext zu finden ist, in dem die florale Anatomie auf den Triumph des Körpers verweist. Der Titel ist programmatisch.
Struktur und Erzählprozess
Das Werk besteht aus 31 Gedichten in 20 Abschnitten und einer Einführung. Die eigentliche Liebesgeschichte (història d'amor) entfaltet sich jedoch in den ersten 15 Gedichten.
Das Gedicht ist in zwei Hauptbereiche unterteilt:
- Der narrative Prozess: Die Liebesgeschichte wird in drei Phasen erklärt:
- Lernen (Aprenentatge)
- Vorbereitung (Preparatius)
- Hingabe/Lieferung (Lliurament) der liebenden Vereinigung
- Der lyrische Bereich: Hier beschreibt der Dichter die Freude (l'alegria).
Es gibt einen Anhang, in dem die Liebenden voneinander getrennt sind.
Bruch mit dem Futurismus und Naturbezug
Im Buch wird deutlich, dass die Liebe (l'amor) als eine Art Wallfahrtsort betrachtet und mit der Natur verglichen wird. Das Gedicht von der Rose an ihre Lippen bricht endgültig mit der maschinellen Welt. Um über die Liebe zu sprechen, entfernt sich der Dichter von den Formen des Futurismus. Die maschinellen Verweise auf die Stadt weichen dem Gesang der Natur und traditionellen poetischen Formen. Eines der fortschrittlichsten Merkmale des Werkes ist der Mythos des Alltags.
Vitalistische Erhöhung und Carpe Diem
Es handelt sich um eine intime und realistische Geschichte, in der die Liebe als spontane, freie und befriedigende Demonstration dargestellt wird. Die Erotik wird mit der Kraft und Spannung der Lebensfreude eingeführt. Die Liebe wird gefeiert, weil sie schön besungen wird, und Sexualität ist ein Fest, frei von Schuldgefühlen und Sünde. Es ist der triumphalste Ausdruck des Carpe Diem.
Der Dialog der Liebenden
Die Geschichte erscheint als Dialog, in dem nur die männliche Stimme bekannt ist. Der Dichter ist der Liebhaber: erfahren und sensibel, aber unsicher in Bezug auf seine Fähigkeiten und sein Wissen. Seine Geliebte ist jungfräulich und unerfahren. Sie beginnt die Zeremonie der Liebe dank ihm.
Die Liebe als Gottesdienst und Initiation
Der Dichter und das Mädchen nehmen die Rollen eines Priesters und einer Novizin in dieser Geschichte der Initiation in die Liebe an, die als eine Religion ohne Sünde oder Schuld behandelt wird. Es finden sich viele religiöse Bilder, die sich auf Gott und die christliche Religion beziehen, aber auch auf die klassische Mythologie (Cupido) und die Exotik der islamischen Religion. All dies dient letztendlich dazu, den Bereich der Sexualität und die Lust des Fleisches zu erhöhen und zu verherrlichen.
Joan Salvat-Papasseit (1894–1929)
Das Werk von Salvat-Papasseit lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen:
Frühe Werke: Futurismus und neue Formen
- Poemes en ondes hertzianes (Gedichte in Hertz-Wellen)
- L'irradiador del port i les gavines (Der Strahler des Hafens und die Möwen)
Nostalgische und bildhafte Poesie
- Les conspiracions (Die Verschwörungen)
- La gesta dels estels (Die Heldentat der Sterne)
Spätwerk: Erotik und Todesangst
Sein Werk Ossa Menor (Cynosure/Kleiner Bär) ist stärker von Erotik geprägt und wurde in der Angst vor dem Tod geschrieben.