Elektrische Installationen und Innenausbau von Wohnhäusern
Eingeordnet in Elektronik
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 6,98 KB
Innenausbau und Elektrifizierung eines Wohnhauses
Der Innenausbau eines Wohnhauses sowie die Anzahl der Schaltungen und die Elektrifizierung hängen vom Ausmaß des Vorhabens ab. Die Anlage besteht aus folgenden Komponenten:
Überblick über die elektrische Anlage
Die Anlage befindet sich am Beginn der Inneninstallation und ist mit Schutzeinrichtungen gegen Belastungen, Kurzschlüsse sowie indirektes Berühren ausgestattet. Sie verfügt über:
- Hauptleitungsschutzschalter (IGA): Er dient dem Trennen aller aktiven Leiter und bietet Schutz gegen Überlast und Kurzschluss.
- FI-Schutzschalter (Differenzialschutz): Dieser schützt die Bewohner vor indirektem Berühren.
- Leitungsschutzschalter (LS): Diese dienen dem Schutz der jeweiligen Stromkreise innerhalb des Gehäuses.
- Leistungsbegrenzer (ICM): Dies ist ein Gerät zur Messung und Kontrolle (jedoch ohne Schutzfunktion), welches sicherstellt, dass die vertraglich vereinbarte Leistung nicht überschritten wird.
Verteilung und Leiterkennzeichnung
Die Verteilung der Punkte und deren Verwendung erfolgt nach den elektrotechnischen Regeln für Niederspannung. Die Leiter sind in der Regel flexibel, bestehen aus Kupfer und besitzen eine Isolierung mit einer Nennspannung von 440V bis 750V, unabhängig davon, ob sie starr oder flexibel ausgeführt sind. Die Kabelabschnitte müssen mindestens den Vorgaben in den Tabellen des Handbuchs entsprechen. Die Identifikation der Leiter erfolgt über die Farbe der Beschichtung:
- Phase: Schwarz oder Braun
- Neutralleiter: Blau
- Erdung: Grün-Gelb
Installationssysteme und Strompreise
Das am häufigsten verwendete Installationssystem nutzt isolierte Leitungen in Unterputzrohren. Diese Rohre sind durch ihren nominalen Innendurchmesser definiert, und die Installation unterliegt allgemeinen Regeln.
Die Strompreise setzen sich aus dem Energieverbrauch, der Abrechnung und der Fakturierung der Leistungsbegrenzung zusammen. Hinzu kommen Kosten für die Anmietung von Ausrüstung, Steuern und zeitliche Tarifierungen. Seit der Marktliberalisierung im Jahr 2003 (und für elektronische Nutzer ab 2009) können Kunden ihren elektrischen Dienstleister frei wählen. Die Regierung sieht die Grundversorgung als letzten Ausweg für diejenigen vor, deren Vermarkter unwillig oder unfähig sind. Zudem gibt es Ergänzungen für die Blindleistung, bestehend aus einem Bonus oder Malus in Abhängigkeit vom Leistungsfaktor:
Hausanschluss und Zählereinrichtungen
Der Hausanschluss (Service Bond) verbindet das Gebäude mit dem Verteilungsnetz des Energieversorgungsunternehmens. Er umfasst folgende Phasen:
- Hausanschlussleitung (Acometida): Der Teil der Installation, der das Verteilungsnetz mit dem allgemeinen Schutzgehäuse verbindet (ein- oder dreiphasig, ober- oder unterirdisch).
- Hausanschlusskasten: Ein Kasten, in dem Sicherungen die Hauptleitung schützen.
- Hauptleitung (Línea Repartidora): Sie führt vom allgemeinen Schutzgehäuse zu den einzelnen Zählern.
- Zähler: Diese befinden sich am Anfang jeder Ableitung. Sie können einzeln oder konzentriert angeordnet sein. Ihr Betrieb basiert auf einer rotierenden Scheibe, deren Drehung proportional zur verbrauchten Energie ist. Es existieren Zähler für Wirk- und Blindleistung sowie Tarife, die nach Tageszeit diskriminieren (ein- oder dreiphasig).
- Einzelzuleitung (Derivación Individual): Diese verbindet den Zähler des Teilnehmers mit den privaten Einrichtungen und Schutzelementen.
Erdung und Leistungsbedarf im Gebäude
Die Erdung ist eine Schutzschaltung mit der Aufgabe, Überspannungen zur Erde abzuleiten. Ihre Elemente sind:
- Erdungsstäbe (Picas): Bestehen aus Masseelektroden und Verbindungslinien.
- Hauptleitungen der Erdung: Ableitungen der Hauptlinien des Bodens.
Bezüglich der Leistung im Gebäude existieren verschiedene Elektrifizierungsgrade oder Laststufen, abhängig von der Wohnfläche und der Art der Empfänger:
- Minimum: 3000W
- Mittel: 5000W
- Hoch: 8000W
- Besonders: über 8000W
Für ein Wohngebäude muss ein Gleichzeitigkeitsfaktor angewendet werden. Die Gesamtleistung eines Wohngebäudes berechnet sich wie folgt: Pe = Pv + Pg + Pc