Emotionale Entwicklung in den ersten zwei Lebensjahren

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  • Wie entwickeln sich die emotionalen Reaktionen in den ersten zwei Lebensjahren? Zeigen Sie ihre Faktoren.

Emotionen fördern die menschliche Anpassung. Es gibt zwei theoretische Positionen: die klassische, wonach die emotionale Regulation von kognitiven Fähigkeiten abhängt, und die heutige, wonach mehrere miteinander verbundene Faktoren eine Rolle spielen.

Kinder sind mit Fähigkeiten bzw. begrenzten Mechanismen ausgestattet, um Unbehagen zu reduzieren. Die Betreuungspersonen geben die Grundhaltung vor, moderieren die Aktivierung und steuern den inneren Stress.

Zu den Reifungsfaktoren gehört die Bildung der ersten neuronalen Verbindungen zwischen limbischen Strukturen und kortikalen Regionen; dabei darf man die Umweltfaktoren nicht vergessen.

Nach etwa vier Monaten entstehen interhemisphärische Verbindungen, die durch die Stabilität und Konsistenz der Umwelt (Regulierung durch die Bezugsperson) beeinflusst werden können.

Die Regulation in der Face-to-Face-Interaktion beruht auf der fortschreitenden Fähigkeit zur Selbstberuhigung und wird zusammen mit dem Lächeln positiv beeinflusst.

In der Mutter-Kind-Interaktion reguliert die Mutter die Erregungsniveaus des Kindes entsprechend ihrer Toleranzgrenze; dies führt zur Entwicklung von Anpassungsstrategien für den Umgang mit dem Säugling. Wenn die Situation problematisch wird, signalisiert die Mutter, dass sie die Interaktion ändern muss. Dies führt dazu, dass die Mutter eine höhere emotionale Toleranz entwickelt.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Beziehung zur Bezugsperson ist das Vertrauen des Kindes, dass emotionale Zustände regulierbar sind. Eine stetige mütterliche Reaktion auf die Gefühle des Kindes stärkt das Gefühl der Kontrolle über die eigenen emotionalen Zustände.

Ab etwa acht Monaten nutzen Kinder deutlich mehr Kommunikation mit Betreuerinnen und Betreuern und entwickeln regulatorische Strategien. Durch Interaktion und geteilte Aufmerksamkeit für Objekte entdeckt das Kind Ablenkung als eine Form der Regulation.

Obwohl die Fähigkeiten der Kinder bis zum Alter von zwei Jahren zunehmen, wird die emotionale Regulation weiterhin von den Betreuenden bereitgestellt.

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