Empirismus: Begriff, Hume und Erkenntnistheorie
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Empirismus: Begriff und Bedeutung
Empirismus ist eine kritische Reflexion und ein anthropozentrischer Gegensatz zum Rationalismus, der nicht durch Nativismus gestützt wird. Ohne die Annahme angeborener Ideen geht der Empirismus davon aus, dass Erkenntnis aus Erfahrung erworben wird. Das stellt ein sogenanntes 'weißes Blatt' dar; man hinterfragte (cuestionaron) den Wert metaphysischer Ideen, die im Falle von Metaphysik nicht mehr als Erkenntnis gelten.
Es wurde festgestellt, dass es auf die Erfahrung ankommt, um den Wert und die Grenzen des Wissens zu entdecken. Ideen entwickeln sich aus der Erfahrung durch psychische Dynamiken, die es uns ermöglichen, den Wert einer Idee kennenzulernen. Sie sind grundlegend für Wissen, nicht für die Mathematik als reine Rationalität, sondern vielmehr für die experimentellen Wissenschaften.
Der empirische Stil ist informativ; seine Schärfe ist geringer als die systematische der Rationalisten und erscheint oft in Form kritischer Essays. Er hatte großen Einfluss auf die Ursprünge der Aufklärung, insbesondere bei französischen Empiristen. Man findet dabei eher Anknüpfungspunkte zu Aristoteles als zu Platon.
Hume
Hume: Die Philosophie David Humes stand im Dialog mit den Erkenntnissen Newtons und mit rationalistischen Traditionen wie derjenigen Descartes'. Gelegentlich wurde Hume als Atheist bezeichnet; zugleich beeinflusste sein Werk Immanuel Kant und die weitere Entwicklung der Philosophie.
Theorie des Wissens
Theorie des Wissens: Sie verfolgte das moralische Ziel, Dogmatismus und Intoleranz zu bekämpfen. Für Hume ist Wissen stärker durch Wahrnehmungen (perceptions) und unmittelbare Eindrücke (impressions) geprägt. Kopien, die in Erinnerung und Imagination entstehen, sind weniger lebhaft und können nur Ideen (ideas) hervorrufen.
Impressions und ideas können einfach oder komplex sein. Eindrücke der Empfindung oder der Reflexion gehen ihnen voraus.
Assoziation der Ideen
Hume nimmt an, dass Ideen sich gegenseitig anziehen und durch Gesetze der Assoziation miteinander verbunden sind. Die wichtigsten Assoziationsgesetze sind:
- Ähnlichkeit
- Räumliche und zeitliche Nähe (Kontiguität)
- Ursache und Wirkung
Weitere Assoziationen können bewusst werden und erscheinen teilweise freiwillig; sie prägen philosophische Überlegungen.
Bereiche des Wissens und entsprechende Aussagen
Die Bereiche des Wissens und die entsprechenden Sätze lassen sich grob unterscheiden:
- a) Beziehungen zwischen Ideen: Diese Aussagen sind notwendig, ergeben sich aus der Analyse der Begriffe und sind nicht widersprüchlich.
- b) Tatsachenbehauptungen: Diese beruhen auf Eindrücken der Erfahrung. Sie sind kontingent, basieren auf Zufall und Erfahrung; durch rein begriffliche Analyse des Satzes (enunciado) bleiben sie unentdeckt.