Das endokrine System: Funktionen und Erkrankungen
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Teil II: Das endokrine System
Grundlagen des endokrinen Systems
Das endokrine oder hormonelle System ist ein weiteres System zur Koordination. Dieses System ist eng mit dem Nervensystem verbunden, und beide sind voneinander abhängig. In einigen Fällen stimuliert das Nervensystem die Sekretion von Hormonen oder hemmt diese, und in anderen Fällen regen die Hormone die Wirkung des Nervensystems an oder hemmen sie.
Das endokrine System besteht aus einer Reihe von im Körper verteilten Drüsen, die anatomisch nicht miteinander verbunden sind. Diese werden endokrine Drüsen genannt und geben ihre Sekrete direkt ins Blut ab.
Die endokrinen Drüsen bestehen aus spezialisierten Zellen sekretorischen Typs, die chemische Stoffe synthetisieren, sogenannte Hormone. Sobald diese erzeugt wurden, werden sie ins Blut abgegeben und durch die Blutgefäße in alle Teile des Körpers transportiert. Sie entfalten ihre Wirkung jedoch nur in bestimmten Zellen oder Organen, den sogenannten Zielzellen oder Zielorganen.
Hormone sind „Botenstoffe“, die folgende Merkmale aufweisen:
- Sie erfüllen ihre Funktion in einer gewissen Entfernung zum Ort ihrer Synthese.
- Die Reaktionen erfolgen langsam, sind aber langanhaltender.
- Sie wirken bereits in sehr geringen Mengen.
Funktionsweise des Hormonsystems
Endokrine Drüsen produzieren Hormone nicht ständig, da es einen Mechanismus gibt, der ihre Produktion reguliert. Normalerweise beeinflusst die Konzentration des Hormons im Blut oder dessen Wirkung die weitere Freisetzung. Dieser Regulationsmechanismus wird als negative Rückkopplung oder Feedback bezeichnet und durch das zentrale Nervensystem gesteuert. Dies hilft dabei, einen angemessenen Hormonspiegel im Blut für die Dauer des Reizes, der die Ausschüttung verursacht hat, aufrechtzuerhalten.
Endokrine Erkrankungen
Die wichtigsten Erkrankungen, die mit dem endokrinen System in Verbindung stehen, sind:
- Diabetes: Eine unheilbare chronische Krankheit aufgrund eines Mangels an Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel über den Normalwert steigt. Es gibt mehrere Arten, wobei Typ 1 (insulinabhängig), bei dem kein Insulin produziert wird, und Typ 2 (nicht insulinabhängig), bei dem die Zellen das Insulin nicht richtig aufnehmen können, hervorzuheben sind.
- Schilddrüsenerkrankungen: Hyperthyreose (Überfunktion) und Hypothyreose (Unterfunktion). Diese entstehen aufgrund von Veränderungen in der Produktion von Schilddrüsenhormonen. Im ersten Fall steigt die Stoffwechselaktivität des Individuums, im zweiten Fall ist es umgekehrt.
- Hypophysärer Zwergwuchs und Riesenwuchs: Diese werden durch Störungen bei der Produktion von Wachstumshormonen während der Entwicklungsphase verursacht.