Die Entstehung der christlichen Reiche und die Reconquista

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Die Entstehung der christlichen Reiche

Christliche Reiche entstanden als Zentren des Widerstands gegen die muslimische Dominanz im Kantabrischen Gebirge und in den Pyrenäen. Die Schwäche dieser Reiche in den ersten Jahrhunderten ihrer Entstehung war offensichtlich.

Das Königreich Astur-Löwen

Das Reich Astur-Löwen konsolidierte sich als solches während der Regierungszeit von König Alfonso I. (739–757). Zur Schaffung eines defensiven, entvölkerten Streifens im Einzugsgebiet des Duero wurde die Grenze unter der Herrschaft von Alfonso III. (866–910) bis zum Fluss Duero verschoben. Kastilien entstand als Grenzregion (Grafschaft), die stark von muslimischen Razzien betroffen war, und wurde im Jahr 960 vom Königreich Astur-Löwen unabhängig.

Die Pyrenäen-Staaten

Die Staaten Navarra, Aragonien und die katalanischen Grafschaften gingen aus der Spanischen Mark (dem Grenzgebiet des Fränkischen Reiches) hervor, die von Karl dem Großen gegründet wurde.

Die Wiederbesiedlung (Repoblación)

Mit dem Fortschreiten der Reconquista mussten die eroberten Gebiete gesichert werden, um die christliche Herrschaft zu festigen. Die Wiederbesiedlung erfolgte aufgrund des Bevölkerungswachstums, der Ankunft europäischer Siedler (Franken) und der christlichen Bevölkerung, die zuvor im muslimischen Gebiet geblieben war.

Formen der Wiederbesiedlung

Während dieser Zeit lassen sich folgende Formen der Wiederbesiedlung unterscheiden:

  • Nördlich des Duero: Die offizielle Besiedlung wurde von Königen und Adligen geleitet. Den neuen Siedlern wurde eine Carta Puebla (Besiedlungsurkunde) gewährt, um sie für die neuen Ländereien zu gewinnen. Besonders hervorzuheben ist die Presura (private Besiedlung), die vom Adel, von Klöstern und von freien Bauern durchgeführt wurde.
  • Zwischen Duero und Zentralsystem: Die Wiederbesiedlung wurde von Behörden geleitet, die Räte (Concejos) schufen. Diese dominierten die umliegende Landschaft und ihre verstreuten Dörfer. Den Bewohnern wurde eine Reihe von Privilegien durch Urkunden (Fueros) verliehen.
  • Südliches Plateau: Hier spielten die Ritterorden eine wichtige Rolle bei der Kolonisation.
  • Ebro-Tal: Hier blieb die muslimische Bevölkerung bestehen, während gleichzeitig neue Siedler hinzukamen.
  • Andalusien, Valencia und Murcia: Ab dem 13. Jahrhundert wurde das Verteilungssystem (Repartimiento) eingeführt. Dies bestand aus der Verteilung von Häusern und Ländereien in den alten Städten und muslimischen Gebieten an die neuen Siedler sowie der Vergabe von entsprechenden Urkunden.

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