Die Entstehung des Franco-Regimes im Bürgerkrieg

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Die Geburt des franquistischen Staates

Politische Entwicklung auf der nationalen Seite

Als der Staatsstreich in einen langen Krieg überging, wurde die Schaffung einer politischen Organisation notwendig. Am 24. Juli 1936 wurde in Burgos die Nationale Verteidigungsjunta gegründet. Ihre Aufgabe bestand darin, die Rechtsvorschriften der Volksfront aufzuheben und die systematische Unterdrückung derer zu leiten, welche die Republik unterstützten. Dieses Gremium wurde von General Miguel Cabanellas geleitet, obwohl General Mola die eigentliche Kontrolle ausübte. Franco trat der Junta erst im August bei.

Am 1. Oktober wurde General Francisco Franco zum Generalissimus der Armee und zum Staatsoberhaupt ausgerufen, wodurch die politische, administrative und militärische Macht vereint wurde. Das erste Gesetz zur Gründung eines Verwaltungsdekrets schuf die Technische Aufsichtsbehörde für den Staat, bestehend aus sieben Ausschüssen mit Sitz in Burgos. Die zentralen Regierungsentscheidungen fielen jedoch am Sitz Francos in Salamanca.

Aufbau einer neuen Rechtmäßigkeit

Franco begann umgehend mit dem Aufbau einer neuen Ordnung. Zu den Maßnahmen gehörten:

  • Das Verbot von Gewerkschaften und die Abschaffung politischer Parteien.
  • Die Einführung einer strengen Pressezensur.
  • Die Entlassung aller republikanischen Beamten.
  • Der Ersatz der republikanischen Flagge durch die Flagge von vor 1931.
  • Die Verabschiedung einer "Gegen-Agrarreform", die den Grundbesitzern ihre Ländereien zurückgab.

Begleitet wurde dieser Prozess von brutaler Unterdrückung, Massenverhaftungen und Hinrichtungen.

Die Vereinigung der nationalen Kräfte

Der Weg zur Einheitspartei

Der nächste Schritt war die Vereinigung der Gruppen und politischen Parteien, die den militärischen Aufstand unterstützten: CEDA, Carlisten (Traditionalisten), Monarchisten und Falangisten. Da sich der Krieg in die Länge zog, trieb Franco ab Dezember 1936 die Militarisierung der bewaffneten Freiwilligen beider Seiten voran.

Im April 1937 verkündete er das Vereinigungsdekret. Durch die Fusion der Falange und der Carlisten (die in der Traditionalistischen Gemeinschaft unter Manuel Fal Conde zusammengefasst waren) entstand die neue Einheitspartei: FET de las JONS (Falange Española Tradicionalista y de las Juntas de Ofensiva Nacional Sindicalista). Franco wurde zum Leiter dieser einzigen legalen Partei ernannt. Führende Carlisten und Falangisten, welche die Vereinigung ablehnten, wurden mit Exil oder Gefängnis bestraft.

Die Unterstützung durch die Kirche

Am 1. Juli 1937, nach dem Fall von Bilbao, erhielt Franco die offizielle Unterstützung der katholischen Kirche. 48 Bischöfe veröffentlichten den Gemeinsamen Hirtenbrief des spanischen Episkopats. Dieses Dokument legitimierte den militärischen Aufstand als einen Kreuzzug zur Verteidigung des Glaubens gegen den "atheistischen Kommunismus" der Republik.

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