Entwaldung, Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung

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Entwaldung und ihre ökologische Bedeutung

Entwaldung: Wälder sind komplexe terrestrische Ökosysteme. Ihre Bedeutung als nachwachsender Rohstoff lässt sich in vier Funktionen unterteilen: Regelungs-, Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen. Die Entwaldung wird als die großflächige Zerstörung von Waldformationen infolge menschlicher Eingriffe definiert. Dieser Abbau führt zum Verlust der Qualität des Ökosystems Wald in allen oder einigen seiner Elemente.

Die Ursachen der Entwaldung

  1. Kahlschlag (Talas matarrasa) ohne weitere ökologische Anpassungen.
  2. Umwandlung von Wald in landwirtschaftliche Flächen, Viehweiden oder urbanen Raum.
  3. Auswirkungen anderer Branchen: Öl-, Gas-, Bergbau- und Agrarindustrie.
  4. Unzureichende forstwirtschaftliche Techniken, wie der übermäßige Besatz mit nicht heimischen Arten oder die Öffnung von Forststraßen.

Verlust der Artenvielfalt

Die Artenvielfalt umfasst alle Lebensformen auf dem Planeten in all ihren Erscheinungsformen und Beziehungen. Die drei Komponenten der biologischen Vielfalt sind:

  1. Die genetische Vielfalt innerhalb der Arten: Ohne Variabilität in den Genpopulationen wären Arten nicht in der Lage, sich zu entwickeln und an die Umwelt anzupassen.
  2. Die Artenvielfalt: Ohne sie verarmen Lebensgemeinschaften; sie wären anfälliger für Umweltveränderungen, was den Energiefluss in den Ökosystemen und der Biosphäre beeinträchtigen würde.
  3. Vielfalt der Ökosysteme: Eine Verringerung wirkt sich auf die globale Vielfalt der Arten aus, da diese als Biozönose im Zusammenhang mit bestimmten Biotopen stehen.

Ursachen des Artensterbens

Es gibt sechs Hauptgründe für das Verschwinden der Arten auf diesem Planeten: die Zerstörung, der Abbau und die Fragmentierung von Lebensräumen, die Einführung fremder Arten, die Übernutzung von Arten und Ressourcen, die Verschmutzung von Atmosphäre, Boden und Wasser sowie der Klimawandel und die Industrialisierung.

Entwicklung und Nachhaltigkeit

Die beiden Modelle der Entwicklung

Die unkontrollierte Entwicklung: Die Theorie der Entwicklungsdiktatur basiert auf liberalen Grundsätzen und bleibt das herrschende System in den entwickelten Ländern. Sie wurde als „Raubtier-Modell“, unhaltbar und unsolidarisch beschrieben.

Nachhaltigkeit: Dieses Modell berücksichtigt, dass das Hauptproblem der Menschheit in der allgemeinen Veränderung der Ökosysteme liegt. Es basiert auf zwei Prämissen:

  1. Es gibt keine echte Entwicklung, ohne dass die ökologische Basis erhalten und verbessert wird; andernfalls ist dieser Zustand unhaltbar.
  2. Es ist möglich, die ökologische Gesundheit des Planeten und der Menschheit aufrechtzuerhalten, wenn eine umfassende Entwicklung gefördert wird, die besonders die vielen durch Armut marginalisierten Personen einbezieht.

Daly-Regeln für Nachhaltigkeit

  1. Erneuerbare natürliche Ressourcen dürfen nicht schneller verwendet werden, als es ihrer eigenen Regenerationsrate entspricht.
  2. Nicht erneuerbare natürliche Ressourcen sollten nur in dem Maße genutzt werden, wie sie durch erneuerbare Energien ersetzt werden können.
  3. Die Emission von Abfällen und Verschmutzungen darf die Assimilations- und Reinigungskapazität der Ökosysteme nicht überschreiten.

Umwelt und der Millenniums-Gipfel

Auf dem Millenniumsgipfel wurden Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Respekt vor der Natur und geteilte Verantwortung anerkannt.

Bedeutung der Umweltbildung

Umweltbildung soll das Bewusstsein der Bürger in Bezug auf bestehende Probleme und mögliche Lösungen erhöhen und den Grundstein für eine voll aktive Beteiligung des Einzelnen legen. Die Umweltbildung sollte folgende Grundsätze berücksichtigen:

  • Die Umwelt als gemeinsames Erbe der Menschheit.
  • Die gemeinsame Pflicht zur Erhaltung, zum Schutz und zur Verbesserung der Qualität der Umwelt als Beitrag zum Schutz der menschlichen Gesundheit und des ökologischen Gleichgewichts.
  • Die Notwendigkeit einer umsichtigen und rationellen Verwendung der natürlichen Ressourcen.
  • Dass der Weg jedes Einzelnen und sein Verhalten dazu beitragen können, die Umwelt zu schützen.

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