Die Entwicklung der Atomtheorie: Von Demokrit bis Chadwick
Eingeordnet in Chemie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 4,67 KB
Antike Vorstellungen und die Erhaltung der Masse
Demokrit: Er postuliert die Existenz von Atomen. Die Materie ist diskret. Aristoteles leugnet die Existenz von Atomen und sagte, dass die Materie kontinuierlich sei.
Lavoisier (1777): Mit der Waage durch Wägung gemessen. Gesetz von der Erhaltung der Masse. Masse > Energie (E = m · c²) / Energie > Masse.
John Daltons Postulate (1808)
John Dalton postuliert:
- Die Materie besteht aus Atomen als unzerstörbaren und unteilbaren Struktureinheiten.
- Atome verschiedener Stoffe (Elemente) sind unterschiedlich.
- Chemische Verbindungen bestehen aus verschiedenen Elementen in ganzzahligen und einfachen Proportionen (z. B. H2O).
- Bei chemischen Reaktionen bleibt die Masse erhalten.
Struktur des Atoms und das Elektron
Struktur des Atoms: Entdeckung des Elektromagnetismus und seine Charakterisierung (F, M).
- 1. Kathodenstrahlröhren (um 1800): Luft: Eine Mischung aus O2, N2, CO2, Ar usw.
- E+ (Moleküle der Luft und Glas)
- E- + x > x*
- X+ > e- + x + sichtbares Licht
2. Thomsons Kathodenstrahlexperiment (1897):
a) Anwendung eines elektrischen Feldes.
b) Abwesenheit externer elektrischer oder magnetischer Felder.
c) Anwendung eines Magnetfeldes. Fluoreszenzanzeige (unter Punkt c).
Thomson (1897): Entdeckung negativ geladener Teilchen, genannt Elektronen. Bestimmung des Verhältnisses qe-/me-. Nobelpreis 1906.
Millikan, das Mol und chemische Formeln
1908–1917 Robert Millikan: Charakterisierung des Elektrons, Bestimmung von Masse und Ladung (Öltröpfchenexperiment). Er berechnete die Ladung (q) der Öltröpfchen.
Mol: Stoffmenge, die 6,022 · 1023 Teilchen entspricht.
Chemische Formel: Abgekürzter Ausdruck der Zusammensetzung eines Stoffes, qualitativ und quantitativ (z. B. NaCl, H2O).
- Summenformel: Einfachster Ausdruck der Zusammensetzung eines Stoffes.
- Molekülformel: Tatsächliches Verhältnis, in dem sich Elemente zu einer Verbindung vereinigen.
Elementarteilchen und Radioaktivität
Mikroskopische Betrachtung
Die Ladung ist immer gleich oder ein Vielfaches von: 1,6 · 10-19 Coulomb (Ladung eines Elektrons).
1896 Becquerel: Uranerz (Pechblende) emittiert spontan hochenenergetische Strahlung. Dies nannte man Radioaktivität.
Atommodelle von Thomson und Rutherford
1900 Thomsonsches Modell (Rosinenkuchenmodell): Eine kompakte, positiv geladene Kugel, in die Elektronen eingebettet sind.
1910 Rutherford (Streuversuch mit Teilchen):
- Teilchen werden umgeleitet > Abstoßung durch Zusammenstoß mit positiven elektrostatischen Ladungen.
- Der Großteil der Materie ist leerer Raum.
- Es gibt eine positive Ladung, die in einem Kern konzentriert ist.
Rutherfords Atommodell: Existenz eines positiv geladenen Kerns. Elektronen bewegen sich in großen Entfernungen um den Kern.
Protonen, Neutronen und Isotope
1919 Rutherford: Entdeckung der Protonen, Bestimmung von Masse (m) und Ladung (q).
1932 Chadwick: Entdeckung der Neutronen.
- Atomnummer (Ordnungszahl): Entspricht der Anzahl der Protonen (und der Elektronen im neutralen Atom). Bestimmt den Platz im Periodensystem.
- Massenzahl: Gesamtzahl der Protonen plus Neutronen.
- Atomgewicht: Gewichteter Durchschnitt aller Isotope.
- Isotope: Verschiedene Formen desselben Elements, die sich in ihrer Massenzahl unterscheiden.
Kritik an Dalton und limitierende Reagenzien
Kritik am Postulat von Dalton:
- Das Atom besitzt Subatomarteilchen; es ist nicht gänzlich unteilbar.
- Nicht alle Atome desselben Elements haben das gleiche Atomgewicht (Existenz von Isotopen).
- Existenz nicht-stöchiometrischer Verbindungen.
- Berücksichtigung relativistischer Bedingungen (nicht relevant unter normalen Laborbedingungen).
Limitierendes Reagenz: Die chemische Spezies, die in stöchiometrisch geringerem Maße vorliegt, kontrolliert und begrenzt den Verlauf der chemischen Reaktion.