Die Entwicklung der nationalen Opern im 17. Jahrhundert
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Die französische Oper und ihre Vorgänger im 17. Jahrhundert
Die französische Oper hat ihre Wurzeln in den Airs de cour und den Hofballetten, die beim französischen Volk traditionell sehr beliebt waren. Frankreich stand dem Einfluss der italienischen Oper zunächst zögerlich gegenüber, bis zur Ankunft von Jean-Baptiste Lully, einem Musiker, der aus Italien kam. Er wurde Tänzer bei Ludwig XIV. und Leiter des Orchesters der „Petits Violons“ des Sonnenkönigs. Lully schuf die neue Gattung des Opéra-Ballet und erhielt dabei die Unterstützung berühmter Schriftsteller wie Corneille und Racine. Er maß dem Tanz in der Oper große Bedeutung bei und betonte die Instrumentalmusik sowie die Chöre.
Die Deutsche Oper im 17. Jahrhundert
Der Einfluss der italienischen Oper auf die deutsche Aristokratie war so stark, dass er jeden Versuch einer nationalen Oper überschattete. Besonders glanzvolle Opernzentren waren die Städte:
- Wien
- München
- Hamburg
Die englische Oper im 17. Jahrhundert: Purcell
Die Situation in England ähnelte der in Deutschland: Der starke kontinentale Einfluss erschwerte die Etablierung einer eigenständigen englischen Oper. Unter Karl II. erlebte die Musik jedoch eine Wiederbelebung, und aus diesem Umfeld ging die bedeutende Figur Henry Purcell hervor. Seine Oper Dido und Aeneas ist ein Meisterwerk von großer Eleganz und Finesse, insbesondere die berühmte Arie Didos Klage.
Spanische Bühnenmusik: Die Entstehung der Zarzuela
Seit Juan del Encina entwickelte sich das volkstümliche und weltliche Theater, das von der Kirche an die Höfe und in die Wirtshäuser überging. Im 17. Jahrhundert spielte die Musik eine immer größere Rolle in den Komödien, sei es als Einleitung oder als Zwischenspiel. Die Musik hatte eine außerordentliche Bedeutung für das Theater von Tirso de Molina, Lope de Vega und Calderón de la Barca. Einige Fragmente sind noch erhalten, wie die Arie „Celos, aire, matad“ aus einem Werk von Calderón de la Barca mit der Musik von Juan Hidalgo. Im 17. Jahrhundert entstand die Zarzuela, ein volkstümliches Werk, in dem sich gesprochene und gesungene Szenen abwechseln.