Entwicklung der Pflegeausbildung und Spezialisierung in Spanien und der EU

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9.1:

Spezialisierungen und Weiterbildung in der Pflege in Spanien

Ab 1977 ereignete sich ein Ereignis von großer Tragweite für die Pflegedisziplin: Sie erwarb den Status eines Hochschulabschlusses. Seit dieser Zeit hat die Krankenpflege eine beeindruckende Entwicklung in allen Bereichen erfahren (diese Entwicklung ist vor allem im Bereich der Lehre sichtbar). Pflegefachkräfte sind sich bewusst, dass sie eine zentrale Rolle bei der Ausbildung ihrer eigenen Kollegen spielen müssen. Dies bedeutet keineswegs die Ablehnung anderer Berufsgruppen, sondern ganz im Gegenteil.

Das neue Gesetz über den Lehrplan für das Diplom in Krankenpflege umfasst die verschiedenen Fächer und ihre Merkmale sowie die verschiedenen Bereiche und Deskriptoren. Wir können daher feststellen, dass der Unterricht, der an den Fachschulen für Krankenpflege erteilt wird, sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht wenig mit dem Unterricht der Jahre vor 1977 (ATS-Schulen) gemein hat.

Den zertifizierten ATS-Fachkräften boten die akademischen Behörden die Möglichkeit, den ATS-Titel durch das neue Diplom in Krankenpflege zu validieren. Dadurch stimmten die Titel der Pflegefachkräfte überein und sie konnten die ihnen gesetzlich zustehenden Vorteile nutzen.

Die Entwicklung der Disziplin setzte sich 1977 mit der Veröffentlichung des neuen Lehrplans für das Diplom in Krankenpflege fort, das dem der anderen spanischen Universitäten gleichgestellt ist. Diese neue Reform ist ein Beispiel für die Entwicklung der Krankenpflege und ein weiterer Schritt, um eines Tages einen akademischen Abschluss in der Pflege zu erhalten.

Wir weisen auch auf die Entstehung von Pflegespezialisierungen im Jahr 1992 hin, die durch das Dekret zur Regelung der internen Fachkrankenschwester (EIR) für Hebammen und einige Jahre später für die psychische Gesundheit eingeführt wurden. Derzeit befindet sich ein Paket von fünf weiteren Spezialisierungen im Genehmigungsverfahren.

Fortschritte in der postgradualen Ausbildung

Zusätzlich zu den oben genannten Punkten müssen wir die großen Fortschritte im Bereich der postgradualen Ausbildung hervorheben, die durch folgende Tatsachen belegt werden:

  • Entwicklung der Forschung in verschiedenen Bereichen der Krankenpflege unter der Leitung von Arbeitsgruppen, die sich aus Pflegefachkräften zusammensetzen.
  • Aufbau von Partnerschaften, die auf verschiedene Bereiche des pflegerischen Wissens spezialisiert sind.
  • Durchführung von Tagungen, Konferenzen und Kongressen zu pflegerelevanten Themen sowie Veröffentlichung von Werken, die von und für Pflegende geschrieben wurden.
  • Organisation postgradualer Studiengänge zur Aktualisierung des Wissens der Fachkräfte.

9.2:

Der akademische Grad in der Pflege im Europäischen Hochschulraum

Im Rahmen eines internationalen Abkommens wurde beschlossen, die Hochschulbildung so zu reorganisieren, dass Pflegefachkräfte aus allen EU-Ländern keine Probleme haben, wenn sie sich entscheiden, in einem anderen Land zu arbeiten.

Der Europäische Hochschulraum (EHR) strukturiert die Hochschulbildung in zwei Stufen: Grundstudium und Aufbaustudium, wodurch die bisherigen Zyklen und der Bachelor-Hochschulabschluss ersetzt werden. Daher tritt in einigen Ländern die Vereinbarung in Kraft, die den Wegfall des aktuellen Titels der Krankenschwester zur Folge hat.

Die Einführung des neuen Diploms in Krankenpflege war eines der begehrtesten Ziele in unserem Land, da die Lehrtätigkeit der Pflegefachkräfte weit über dem anerkannten akademischen Niveau lag. Daher trägt das neue Fachgebiet der Anerkennung des akademischen Niveaus Rechnung, das dem Pflegeberuf zusteht.

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