Die Entwicklung des Ritterromans im Mittelalter

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Im 12. Jahrhundert entstanden die frühen Ritterromane in Frankreich (die feudalen Höfe wurden zum lesenden Publikum). Die Werke basieren auf Legenden des Plantagenet-Hofes (englisch-französischsprachige Herrscher) und siedeln die Handlung in ganz Großbritannien, Irland und der französischen Bretagne an („Matter of Britain“).

Höfische Ritterromane

Die Protagonisten sind Ritter mit persönlicher Symbolkraft (stark, mutig, intelligent usw.), wie König Artus und seine Ritter der Tafelrunde. Sie suchen Abenteuer, um Ehre zu erlangen und die Liebe einer Frau zu verdienen (Einfluss der Troubadour-Lyrik). Die Geschichten spielen in feindlichen Gebieten, in denen sie außergewöhnliche Prüfungen bestehen müssen (beeinflusst durch Heldenlieder). Es erscheinen wunderbare und phantastische Elemente wie Drachen, Riesen, Feen und Hexen. Der bedeutendste Verfasser in diesem Bereich ist Chrétien de Troyes.

Tristan und Isolde

Die Handlung wird durch ein magisches Produkt bestimmt. Die Liebe entstand schicksalhaft und tödlich gegen den Willen der Protagonisten, was zu einer Qual wurde, die selbst über den Tod hinausreicht. Der König von Cornwall wollte die Tochter des Königs von Irland, Isolde, heiraten und schickte den Ritter Tristan, um sie zu holen. Isoldes Mutter gab der Dienerin einen Trank, der für den König von Cornwall und Isolde in der Hochzeitsnacht bestimmt war; wer ihn gemeinsam trank, würde sich für immer lieben. Doch die Dienerin beging einen Fehler und gab den Trank Tristan und Isolde mitten auf der Reise. Sie verliebten sich unsterblich ineinander („magischer Filter“).

Ritterromane des 15. Jahrhunderts

Diese Werke sind eine Widerspiegelung der realen Welt; Figuren und Situationen sind realer und glaubwürdiger.

Tirant lo Blanc

Geschrieben vom valencianischen Ritter Martorell (im Original „Eisner“), im Jahr 1490 veröffentlicht. Tirant war ein starker und mutiger Ritter, der jedoch auch menschliche Schwächen zeigt: Er wird müde, erleidet Unfälle oder wird krank. Er verliebt sich auf den ersten Blick in die Prinzessin Carmesina, doch seine Schüchternheit hindert ihn daran, sich zu offenbaren, bis er sie eines Tages vom Tanz wegführt und ihr einen Spiegel anbietet, in dem sich die Frau widerspiegelt, die sein Herz gefangen hält. Im Krieg beweist er, dass er klug und listig ist sowie die Gesamtstrategie und militärische Taktiken beherrscht.

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