Entwicklung des Romans im 20. Jahrhundert: Trends und Techniken

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Trends und Entwicklungen im Roman des 20. Jahrhunderts

Trends und Entwicklungen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der kommerzielle Roman, der sich an ein breites Publikum richtete, weiter, wobei der Realismus die Annahmen des 19. Jahrhunderts fortsetzte. Zu den Merkmalen gehören:

(1) Das Vorhandensein eines Erzählers, oft allwissend, der den Leser führt, interpretiert und die Richtungen der Arbeit vorgibt.

(2) Die Ereignisse werden in einer linearen Reihenfolge erzählt.

(3) Die Struktur der Geschichte folgt dem klassischen Schema von Problem, Entwicklung und Komplikation, und endet mit der Auflösung der Situation.

(4) Die Werke konzentrieren sich auf den Charakter, versuchen, seine Psychologie und sein Verhalten zu analysieren, oder erzählen eine Reihe von Vorfällen, die den Leser fesseln und auf verschiedene Weise ansprechen.

(5) Es gibt eine übliche Unterteilung in Genre-Strukturen wie historische Fiktion, Autobiografie, Kriminalroman oder Science-Fiction.

Im Gegensatz zu diesem Roman gibt es eine andere Art von Geschichten, die den innovativen Geist des Jahrhunderts widerspiegeln und die Art des Erzählens, die sich im 19. Jahrhundert etabliert hatte, auflösen wollen. Diese Linie ist verantwortlich für die Entwicklung des Genres, und viele ihrer Beiträge wurden später von kommerzielleren Werken übernommen.

Der Roman des 20. Jahrhunderts kann durch den Zweiten Weltkrieg in zwei Perioden unterteilt werden. Die Jahre vor dem Krieg waren durch eine Abkehr von der realistischen Erzählweise und den Einfluss des avantgardistischen Geistes geprägt. Es gab auch eine übliche Sorge um existenzielle und religiöse Fragen.

Nach dem Krieg verlangsamte sich die technische Experimentierfreude im Roman. Die soziale Realität und ihre Darstellung wurden zur wichtigsten Referenz. Im Laufe der Zeit tauchten Romane auf, die sich von sozialen Problemen und relativer technischer Einfachheit abwandten. Die Romanproduktion nahm zu, erstreckte sich auf alle Ecken der Welt und es entstanden immer mehr Trends und Genres.


Neue narrative Techniken

Neben dem eher traditionellen Roman existierte eine Erzählweise, die sich um die Suche nach neuen Wegen des Erzählens bemühte. Die verwendeten Techniken sind:

Das Argument

Der Roman beschränkt sich nicht auf die Darstellung der Abfolge von Ereignissen, sondern diese sind ein Vorwand, um thematische und technische Anliegen im Text zu verarbeiten.

Es ist üblich, nicht-narrative Elemente zu finden, z. B. Anzeigen, Polizeiberichte, Gerichtsurteile ...

Der Roman lotet die Möglichkeiten der Beschreibung aus, die nicht mehr nur dazu dient, die Handlung in Raum und Zeit zu verorten.

Der Erzähler

Der allwissende Erzähler verschwindet, und die Ich-Erzählung gewinnt an Bedeutung, wobei der Erzähler skeptisch ist, die Geschichte zu interpretieren scheint oder mit dem Leser spielt, um ihn seine eigenen Schlüsse ziehen zu lassen.

Die schrumpfende Rolle des Erzählers führt zur Entstehung des inneren Monologs des Charakters. Auch der Perspektivismus ist üblich. In diesen Fällen fungiert der Erzähler als eine Art Führer, der Zugang zu verschiedenen Informationsquellen über das betreffende Ereignis gewährt.

Charaktere

Der typische Held ist ein problematischer Charakter, der mit seiner Umwelt und sich selbst kämpft. Daneben gibt es auch reichhaltige kollektive Charaktere, die die Hektik der modernen Welt widerspiegeln. Die Charaktere werden durch ihre eigenen Handlungen und Worte definiert.

Die Struktur

Die Werke weisen oft eine fragmentierte Struktur auf, die Ansichten, Textmodalitäten und Sprachabschnitte unterschiedlicher Art ansammelt, die der Leser selbst organisieren muss.

Die klassische Organisation der Erzählung in drei Teile wird aufgebrochen, entweder durch das Fehlen von Ergebnissen oder dadurch, dass das Ende der Geschichte am Anfang in der sogenannten zirkulären Struktur steht.

Die Technik des Kontrapunkts, bei der parallele Handlungen mit einer leichten Verbindung zwischen ihnen erzählt werden, wird von einigen Schriftstellern als Strukturprinzip gewählt.

Raum und Zeit

Es ist üblich, die Geschichten in einem begrenzten Raum (einer Stadt) oder innerhalb eines kurzen Zeitraums zu konzentrieren. Die chronologische Reihenfolge des realistischen Romans wird durch das Einfügen von temporären Pausen aufgebrochen.

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