Nicht-erbliche Krankheiten und Gentechnik in der Schwangerschaft
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Nicht-erbliche Krankheiten und Ursachen
Nicht-erbliche Krankheiten: Ursachen können während der Schwangerschaft auftreten. Beispiele: Thalidomid, Röteln, Radioaktivität.
Probleme während der Schwangerschaft
Aufgrund von Problemen während der Schwangerschaft können Fehlbildungen oder Funktionsstörungen beim Fötus entstehen.
Fehlende Sauerstoffversorgung bei Geburt
Fehlende Oxygenation: Durch die Reduzierung der Konzentration von Sauerstoff (O2) im Blut des Fötus können irreversible Hirnschäden erzeugt werden.
Pränatale Diagnostik erblicher Krankheiten
Diagnostik pränataler Erbkrankheiten
Ultraschall und Amniozentese
Ultraschall: Zur Beurteilung der Anatomie, des Geschlechts, des Ortes und des Ausmaßes von fetalen Veränderungen.
Amniozentese: Untersuchung, mit der der Karyotyp einer Zelle des Fötus bestimmt werden kann. So lässt sich feststellen, ob eine chromosomale Erkrankung vorliegt.
Thalidomid
Thalidomid: Es ist ein Medikament, das in den 1960er-Jahren Frauen in den ersten Monaten der Schwangerschaft verabreicht wurde. Viele Kinder, die in Europa geboren wurden, hatten Missbildungen oder fehlende Gliedmaßen.
Röteln und Impfprävention
Röteln: Schwangere, die mit Kindern in Kontakt kommen, die Röteln haben (meist harmlose Erkrankung für Kinder), können das Virus auf das Kind übertragen und dadurch schwere Schäden verursachen. Zur Vermeidung werden Mädchen frühzeitig geimpft, damit Antikörper gebildet werden.
Zwillinge und Zygoten
Zwillinge (eineiig): Ein Spermium befruchtet eine Eizelle. Durch Verdopplung der Chromosomen und anschließende Teilung entstehen zwei Embryonen (eineiige Zwillinge).
Zweieiige Zwillinge (Mellizos): Zwei Eizellen + zwei Spermien → zwei Zygoten.
Siamese (siamesische Zwillinge): Wenn die Teilung der Zwillinge unvollständig ist, sind die beiden Föten an einer Stelle verbunden.
Gentechnik und transgene Organismen
Gentechnik: Die Möglichkeit, die Lage eines Gens auf einem Chromosom zu bestimmen, es zu isolieren und auf einen anderen Träger zu übertragen, selbst wenn dieser Träger einer anderen Art angehört. Ein Körper, der ein Gen einer anderen Art in seinem Genom aufnimmt, ist als transgener Organismus bekannt: Tiere, Pflanzen, Bakterien usw.
Kenntnisse über die Struktur der DNA ermöglichen es Wissenschaftlern, gezielte Veränderungen im genetischen Erbgut von Organismen vorzunehmen. Jede vorsätzliche Änderung und Weiterleitung der genetischen Information von Zellen fällt unter Gentechnik.
Möglichkeiten der Gentechnik
- Veränderung von Genen, die defekt sind, oder Einbringen gesunder Gene.
- Heilung von Krankheiten wie Hämophilie oder Down-Syndrom (historisch oft als Mongolismus bezeichnet).
- Herstellung von Chemikalien in Bakterienfabriken, z. B. Insulin.
- Gezielte Produktion von Proteinen, die bei Behandlung und Prävention von Krankheiten nützlich sind.
Beispiel: Insulinproduktion durch Bakterien
Zur Insulinproduktion wird ein menschliches Gen, das für Insulin kodiert, in ein bakterielles Genom eingeführt. Dadurch produziert das veränderte Bakterium Insulin. Diese Bakterien und ihre Nachkommen können dann Insulin in großen Mengen herstellen.
Anwendungen transgener Organismen
- Herstellung pharmazeutischer Produkte: Insulin, Wachstumshormon usw.
- Produktion spezieller Lebensmittel: cholesterinarmes Fleisch, glutenfreie Getreide usw.
- Gewinnung transplantierbarer Organe (Forschung und Zukunftsperspektiven).
- Landwirtschaft und Tierzucht: resistentere Pflanzen, schnelleres Wachstum.
Risiken gentechnisch veränderter Lebensmittel
- Verlust genetischer Vielfalt.
- Unabsichtliche Übertragung von Genen auf wildlebende Arten.
- Gesundheitliche Effekte wie allergische Reaktionen.
- Marktkonzentration und Monopolbildung großer Saatgut- und Laborunternehmen.
Folgen des Wissens über das menschliche Genom
- Das menschliche Genom ist bekannt und es sind viele Gene auf den Chromosomen lokalisiert.
- Es gibt etwa 3 Milliarden Nukleotide und rund 20.000–25.000 Gene (frühere Schätzungen variierten).
- Die Entschlüsselung des gesamten genetischen Codes war mit erheblichen Kosten verbunden.
- Es wurde gezeigt, dass Gene aus anderen Organismen in menschlichen Zellen funktionieren können.
- Gesetze sind erforderlich, um die Privatsphäre und Rechte der Menschen zu schützen. Es gibt ethische und soziale Probleme, etwa Diskriminierung bei Arbeit oder Versicherungen, sowie die Kommerzialisierung genetischer Forschung durch multinationale Konzerne.
Mit den technischen Möglichkeiten könnte in Zukunft die Auswahl bestimmter Merkmale, die Verhütung von Krankheiten oder sogar eine gezielte «Gestaltung» von Kindern diskutiert werden. Diese Fragen werfen erhebliche ethische, rechtliche und gesellschaftliche Probleme auf.