Erdbebenmessung: Triangulation, Intensität & Richter-Skala

Eingeordnet in Geologie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,07 KB

Triangulation und Standortbestimmung von Erdbeben

Triangulation: Die Zeitdifferenz zwischen P- und S-Wellen wird verwendet, um die Distanz zum Epizentrum zu berechnen, jedoch nicht direkt den genauen Standort. Hierfür werden drei Seismographen benötigt. Das Epizentrum liegt am Schnittpunkt fiktiver Sphären, deren Radius der Entfernung zum Epizentrum entspricht, ausgehend von der Position der einzelnen Seismographen.

Grade der Intensität eines Erdbebens

Die Intensitätsgrade eines Erdbebens können auf verschiedenen Skalen gemessen werden, basieren jedoch oft auf subjektiver Interpretation. Die bekanntesten sind die Mercalli-Skala und die Europäische Makroseismische Skala (EMS).

Die 12 Intensitätsstufen der Makroseismik

  • (1) Vollständig nachweisbar: Das Beben ist nur durch Instrumente messbar.
  • (2) Fast unmerklich: Das Erdbeben wird nur von einem kleinen Prozentsatz ruhender Personen wahrgenommen.
  • (3) Schwach: Von einigen Personen im Inneren von Gebäuden wahrgenommen. Hängende Gegenstände schwingen leicht; ruhende Personen spüren ein leichtes Schwanken oder Zittern.
  • (4) Deutlich wahrnehmbar: Moderate Vibrationen. Ein kurzes Schütteln oder Verbiegen des Gebäudes ist spürbar.
  • (5) Stark: Ein starkes Schütteln oder Schwanken des Gebäudes ist spürbar. Es entstehen leichte Schäden an schwachen Gebäuden und schwere Möbel bewegen sich.
  • (6) Leicht schädlich: Das Gleichgewicht wird verloren. Es treten schwache bis moderate Schäden an Gebäuden auf. Bäume bewegen sich und Geschirr geht zu Bruch.
  • (7) Schädlich: Es ist schwierig, stehen zu bleiben. Möbel bewegen sich und Gegenstände fallen herab.
  • (8) Schwer beschädigt: Personen können sich kaum auf der Straße halten. Bodenwellen sind sichtbar und es entstehen schwere Schäden an Gebäuden.
  • (9) Zerstörend: Viele Bodenwellen treten auf; es gibt mittlere bis schwere Schäden an Gebäuden.
  • (10) Sehr zerstörend: Schwere Schäden an gut gebauten Gebäuden.
  • (11) Verheerend: Alle Gebäude sind eingestürzt.
  • (12) Völlig verheerend: Maximal denkbare Auswirkungen und totale Zerstörung.

Die Richter-Skala zur Energiemessung

Die Richter-Skala ist genauer, da sie die freigesetzte Energie (unter Berücksichtigung der Frequenz in Hertz) misst. Sie ist der Standardmaßstab zum Vergleich von Erdbeben. Die Messung erfolgt in logarithmischen Zahlen mit dem Faktor zehn. Ein Erdbeben einer bestimmten Stärke ist zehnmal „mächtiger“ als eines der vorherigen Stufe. Die Richter-Skala hat keine theoretische Obergrenze. Die Magnitude nach Richter hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Die maximale Amplitude in mm.
  2. Der zeitliche Abstand zwischen P- und S-Wellen in Sekunden.

Verwandte Einträge: