Erfolgreiche Mitarbeiterbindung und Management-Skills

Eingeordnet in Ausbildung und Beschäftigung Beratung

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 6,87 KB

Investition in Auswahl, Qualifizierung und Bindung

Zum Abschluss der Serie über Unternehmen und Arbeitnehmer (nach den Themen „Investition in die Auswahl“ und „Investition in die Ausbildung“) widmen wir uns nun der zentralen Frage: Wie hält man qualifizierte Mitarbeiter langfristig im Unternehmen?

Dies ist ein entscheidendes Thema, da das Ausscheiden eines Mitarbeiters den Verlust der zuvor getätigten Investitionen in dessen Ausbildung bedeutet. Besonders in Zeiten einer florierenden Wirtschaft steigt die Fluktuation der Arbeitskräfte spürbar an.

Diese Situation ist besonders für Kleinst- und Kleinunternehmen besorgniserregend, da deren Mittel für die Qualifizierung begrenzt sind. Oft beklagen Betriebe dieser Größe, dass sie durch die hohe Rotation unfreiwillig gute Fachkräfte für ihre Wettbewerber ausbilden.

Ein positives Umfeld für die Mitarbeiterbindung

Um Mitarbeiter und die in sie investierten Ressourcen nicht zu verlieren, ist die Schaffung eines angenehmen und freundlichen Arbeitsumfelds ein wesentlicher Schritt. Ein effizienter Weg hierfür ist es, den Mitarbeitern aktiv zuzuhören.

Manager sollten Anregungen und Kritik ernst nehmen und notwendige Änderungen fördern. Es ist wichtig, einen offenen Kommunikationskanal zu pflegen, um die Bindung zum Unternehmen zu stärken. Dabei sollte jegliche Form von Vergeltung für kritische Äußerungen vermieden werden.

Betriebliche Zusatzleistungen und Benefit-Politik

Neben einem guten Umfeld sind wirtschaftliche Vorteile entscheidend. Da direkte Lohnerhöhungen oft die Sozialversicherungskosten steigern, bieten sich alternative Benefit-Modelle an, die nicht direkt an den Grundlohn gekoppelt sind.

Folgende Leistungen sind gesetzlich oft nicht Teil des steuerpflichtigen Arbeitslohns:

  • 1) Gewinnbeteiligung: Pläne zur Beteiligung am Gewinn oder Ergebnis (gemäß Gesetz Nr. 10.101/2000) werden nicht als Lohnbestandteil gewertet, sofern sie mit der Gewerkschaft abgestimmt sind und die Auszahlung in geplanten Intervallen erfolgt.
  • 2) Zulagen mit Abrechnungspflicht: Zulagen für Nebentätigkeiten zählen nicht zum Entgelt, wenn die Ausgaben durch steuerliche Belege nachgewiesen werden.
  • 3) Reisekosten: Tagegelder und Erstattungen für Dienstreisen zählen nicht zum Gehalt, solange sie 50 % des monatlichen Gehalts nicht überschreiten.
  • 4) Arbeitskleidung: Die Bereitstellung von Uniformen und PSA (Persönliche Schutzausrüstung) ist kein Lohnbestandteil.
  • 5) Bildungszuschüsse: Stipendien, Nachhilfe oder Schulmaterialien können als Lohnnebenkosten begünstigt sein.
  • 6) Fahrtkosten: Kosten für die Beförderung der Mitarbeiter durch das Unternehmen.
  • 7) Gesundheitsleistungen: Übernahme von Kosten für Ärzte, Kliniken oder Zahnärzte.
  • 8) Versicherungen: Beiträge zur Lebens- oder Unfallversicherung zugunsten des Arbeitnehmers.
  • 9) Altersvorsorge: Beiträge zur privaten Rentenversicherung.

Ein Tipp für Unternehmer: Bewerten Sie zuerst, welche Vorteile zur finanziellen Realität Ihres Unternehmens passen, und besprechen Sie die Umsetzung anschließend mit Ihrem Team. Dies fördert die Beständigkeit der Belegschaft.

Die Bedeutung zwischenmenschlicher Fähigkeiten

Manager werden häufiger aufgrund mangelnder zwischenmenschlicher Fähigkeiten als wegen fehlender technischer Kompetenz entlassen. Da Management bedeutet, Ziele durch andere zu erreichen, sind Führungskompetenz und Kommunikation Grundvoraussetzungen für die Effektivität.

Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation

Kommunikation erfordert einen Sender, der eine Botschaft kodiert, und einen Empfänger, der diese versteht. Sie umfasst Memos, E-Mails, Newsletter, Präsentationen sowie nonverbale Symbole.

Wir unterscheiden zwischen:

  • Zwischenmenschlicher Kommunikation: Der direkte Austausch zwischen Individuen.
  • Organisatorischer Kommunikation: Der Informationsfluss innerhalb ganzer Gruppen oder Abteilungen.

Der Kommunikationsprozess im Detail

Das Kommunikationsmodell besteht aus sieben Teilen: (1) Ursprung, (2) Kodifizierung, (3) Nachricht, (4) Kanal, (5) Dekodierung, (6) Empfänger und (7) Feedback. Die Quelle (Sender) wandelt Gedanken in Symbole um. Der Kanal ist das Medium, über das die Nachricht reist. Das Feedback zeigt an, ob die Botschaft korrekt verstanden wurde.

Effektives Konfliktmanagement im Team

Konfliktmanagement bedeutet, ein optimales Niveau an Auseinandersetzungen zu halten. Zu wenig Konflikt führt zu Stagnation, zu viel Konflikt führt zum Bruch des Teams. Studien zeigen, dass Führungskräfte etwa 20 % ihrer Zeit mit der Bewältigung von Konflikten verbringen.

Wann sind Konflikte förderlich? In manchen Situationen ist Reibung nötig, um den Status quo herauszufordern und Kreativität zu fördern. Manager sollten eine Kultur etablieren, in der neue Ideen und unterschiedliche Meinungen belohnt werden.

Politische Kompetenz in Organisationen

Politik in Organisationen beschreibt den Versuch, die Verteilung von Vor- und Nachteilen zu beeinflussen. Da Ressourcen begrenzt sind und Menschen unterschiedliche Ziele verfolgen, entsteht eine wettbewerbsorientierte Atmosphäre. Wer über gute politische Fähigkeiten verfügt, kann seine Machtbasis effektiv nutzen.

Strategien zur Entwicklung wirksamer Konzepte

Um die eigene Wirksamkeit zu steigern, sollten Manager folgende Techniken anwenden:

  • Argumente an Unternehmenszielen ausrichten: Persönliche Anliegen sollten als Vorteile für die gesamte Organisation formuliert werden.
  • Das richtige Image pflegen: Kleidung, Umgangston und Führungsstil sollten den Erwartungen der Organisation entsprechen (Image-Management).
  • Ressourcenkontrolle: Die Kontrolle über knappe Ressourcen macht eine Person wertvoll.
  • Unentbehrlichkeit: Durch Expertenwissen, Kontakte oder spezielle Techniken wird man für das Unternehmen unverzichtbar.
  • Sichtbarkeit: Fortschrittsberichte liefern, Präsenz bei sozialen Anlässen zeigen und prestigeträchtige Projekte übernehmen.
  • Mentoren suchen: Ein Coach bietet wertvolle Informationen und signalisiert der Organisation Unterstützung durch erfahrene Führungskräfte.
  • Allianzen bilden: Kontakte auf allen Ebenen kultivieren, um Unterstützung und Informationen zu erhalten.
  • Vorgesetzte unterstützen: Ein kompetenter Chef, den man unterstützt, kann einen beim eigenen Aufstieg mitziehen.

Verwandte Einträge: