Erkenntnistheoretische Positionen und Kriterien der Wahrheit

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Kriterien zur Erkenntnis der Wahrheit

Der Beweis

Der Beweis kommt vom lateinischen videre (sehen) und bezieht sich auf besondere Formen der Präsentation von Fakten und Aussagen, die wir als selbstverständlich ansehen. Wissen ist offensichtlich, wenn es eine Gewissheit erzeugt. Es ist ein 100% ausreichendes Kriterium, um etwas aufgrund des subjektiven Sicherheitsgefühls anzunehmen.

Intersubjektivität

Intersubjektivität basiert auf der Idee, dass Wissen objektiv ist und eine gemeinsame Basis für alle darstellt und nicht ausschließlich an eine bestimmte Person gebunden ist. Was den Beweis auszeichnet, ist, dass die Anerkennung der Wahrheit nicht einer einzelnen Person, sondern mehreren zuteilwird. Die Wahrheit ist nichts Privates, sondern erfordert den Konsens der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Obwohl die Wahrheit Konsens erfordert, ist dieser allein keine ausreichende Gewährleistung der Wahrheit.

Dogmatismus

Dogmatismus

Diese philosophische Position entstand im siebzehnten Jahrhundert. Sie besagt, dass wir Wissen und allgemeine Sicherheiten erwerben und diese als gesichert betrachten können. Descartes war einer der führenden Dogmatiker. Der Dogmatismus vertritt die Ansicht, dass mit einer guten Methode gültiges und universelles Wissen über alles erlangt werden kann. Nationalisten sind dogmatisch.

Skeptizismus

Skeptizismus

Entstand im achtzehnten Jahrhundert als Gegenposition zum Dogmatismus. Er stellt die Möglichkeit eines gesicherten und sicheren Wissens infrage. Er bestreitet die Möglichkeit absoluten Wissens als einen unerreichbaren Wunsch. Pyrrhon gilt als der erste Skeptiker.

Kritik

Kritik

Begründet von Kant, besagt sie, dass Wissen möglich ist (im Gegensatz zu den Skeptikern). Dieses Wissen ist jedoch nicht endgültig und unzweifelhaft (wie Dogmatiker behaupten), sondern muss überprüft und kritisiert werden.

Relativismus

Relativismus

Er bestreitet die Existenz einer jederzeit und überall gültigen Wahrheit. Er lehnt den Anspruch auf objektives und universelles Wissen ab und vertritt die Auffassung, dass es nur eine persönliche Meinung gibt, die im Rahmen eines bestimmten sozialen, kulturellen und historischen Kontextes Gültigkeit besitzt. Was in einer Zeit und Kultur wahr ist, ist es in einer anderen nicht. Die Sophisten gelten als die Väter des erkenntnistheoretischen und moralischen Relativismus.

Perspektivismus

Perspektivismus

Jede Person oder Gruppe, die weiß, tut dies aus einer bestimmten Sichtweise oder Perspektive. Sie hat somit eine Teilansicht der Wirklichkeit. Diese Ansicht ist nicht falsch, sondern unersetzlich. Alle Perspektiven sind wahr, und die Zusammenführung aller wäre die Gesamtwahrheit.

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