Ernährung bei Harnsäuresteinen, Gicht und Allergien

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Harnsäuresteine: Ursachen, Therapie und Ernährung

Ursache

Die Produktion eines sauren Urins.

Therapie

Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr, um den Urin-pH-Wert auf 6,0 bis 6,5 anzuheben.

Ernährung

Die Ernährung sollte reich an basenbildenden Lebensmitteln sein, ergänzt durch Citrat oder Bicarbonat.

Potenziell säurebildende Lebensmittel

Diese Lebensmittel führen potenziell zu einem Säurerest im Körper:

  • Fleisch: Rind, Wild, Fisch
  • Sonstiges Protein: Eier, Käse
  • Fette: Speck
  • Nüsse: Walnüsse, Paranüsse, Haselnüsse
  • Getreideprodukte: Mehl, Brot (besonders Vollkorn), Müsli, Kekse, Nudeln, Reis
  • Gemüse/Hülsenfrüchte: Mais, Linsen
  • Obst: Blaubeeren, Pflaumen

Potenziell basenbildende (alkalische) Lebensmittel

  • Milch und Milcherzeugnisse, Sahne, Molke
  • Nüsse: Mandeln, Kastanien, Kokos
  • Gemüse: Alle Arten (außer Mais und Linsen)
  • Früchte: Alle Arten (außer Heidelbeeren und Pflaumen)
  • Süßes: Melasse

Neutrale Lebensmittel

  • Fette: Butter, Margarine, Speisefette, Öle
  • Süßigkeiten: Einfache Zucker, Sirup, Honig
  • Getränke: Kaffee, Tee

Hyperurikämie und Gicht

Traditionelle Behandlung und Ernährung

Die traditionelle Behandlung umfasst eine purinarme Diät. 85 % der Harnsäure entsteht durch den endogenen Abbau von Purin.

Ernährungsrichtlinien im akuten Stadium der Gicht

Die Behandlung zielt darauf ab, die Harnsäure-Ausscheidung zu fördern und die Bildung von Nierensteinen zu minimieren:

  • Beschränkung purinreicher Lebensmittel (exogene Purinzufuhr vermeiden).
  • Erhöhte Flüssigkeitsaufnahme (3 Liter pro Tag).
  • Ernährung mit relativ hohem Kohlenhydratgehalt, mäßigem Eiweiß und wenig Fett (kompatibel mit den Anforderungen).
  • Tofu kann die Ausscheidung von Harnsäure fördern.

Purin-Gehalt in Lebensmitteln

Gruppe 1: Hoher Purin-Gehalt (100 bis 1000 mg Purin-N/100 g Lebensmittel)

Sardellen, Hering, Brühe, Bouillon, Herz, Jakobsmuscheln, Fleischextrakte, Gänsefleisch, Fischeier, Bierhefe, Muscheln, Rebhuhn, Nieren, Sardinen, Hirn.

Gruppe 2: Mäßiger Purin-Gehalt (9 bis 100 mg Purin-N/100 g Lebensmittel)

Fleisch und Fisch (mit Ausnahme der in Gruppe 1 aufgeführten), Pilze, Spargel, insbesondere Spinat, Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen).

Gruppe 3: Vernachlässigbarer Purin-Gehalt

Kohlensäurehaltige Getränke, Getreide und Getreideprodukte, Kaffee, Tee, Gewürze, Schokolade, Fette, Öle, Butter oder Margarine (alles in Maßen), Brot, Gebäck, Kuchen, Nudeln, Käse, Gemüse (außer Gruppe 2), Obst, Milch.

Immunologische Komponenten der Muttermilch

  • Immunzellen
  • Antikörper: IgA
  • Lysozym: Antimikrobieller Faktor
  • Lactoferrin: Antimikrobieller Faktor oder Eisen-bindendes Protein
  • Interferon: Antivirale Aktivität
  • Komplementfaktoren: Zerstörung von Bakterien

Unverdaute Proteine und Magen-pH-Wert

Der Magen-pH-Wert bei Neugeborenen (ca. 4,0) ist höher als bei Erwachsenen (ca. 2,0), und die Pepsin-Aktivität ist niedrig. Dadurch können Proteine der Muttermilch der Verdauung entgehen.

Vorteile

Dies ermöglicht das Überleben der Milch-Antikörper im Magen des Säuglings.

Kolostrum (Erstmilch)

Kolostrum enthält IgG, IgA, IgM, IgD und IgE. Diese binden an Bakterien (z. B. E. coli) und unterstützen die phagozytierenden Leukozyten.

Muttermilch enthält etwa 12 g Protein/Liter, davon sind 1–2 g IgA.

Unerwünschte Reaktionen auf Lebensmittel

Klassifikation

  1. Toxisch: Natürliche Vergiftung (z. B. Pilzgifte) oder Kontamination (z. B. Insektizide).
  2. Lebensmittelinfektionen: Enterotoxigene oder invasive (z. B. Viruserkrankungen).
  3. Nicht-toxisch:
    • Immunologisch (Nahrungsmittelallergie): IgE-vermittelt oder nicht-IgE-vermittelt.
    • Nicht-immunologisch (Intoleranz).
    • Psychosomatisch.

Was sind Nahrungsmittelallergien?

Nahrungsmittelallergien sind abnorme Reaktionen des Körpers, die sekundär durch die Aufnahme, Berührung oder das Einatmen von Lebensmitteln ausgelöst werden und durch einen immunologischen Mechanismus gekennzeichnet sind.

Die drei Phasen einer IgE-vermittelten Allergie

  1. Kontakt mit dem Allergen (Sensibilisierung).
  2. Erhöhte Immunglobulin E (IgE)-Produktion.
  3. Triggerung der Symptome (allergische Reaktion).

Quellen der Nahrungsmittelallergene

Die Träger der Allergenität sind in der Regel Proteine. Bisher wurden etwa 200 Allergene identifiziert. Die Reaktionen bei Personen sind sehr unterschiedlich und hängen ab von:

  • Der Menge des aufgenommenen Allergens.
  • Den Ernährungsgewohnheiten.
  • Dem Alter.
  • Dem geografischen Gebiet.

Hinweis: Schwere allergische Reaktionen können zum Tode führen.

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