Ernährung, Laktoseintoleranz und Lipidstoffwechsel

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Methoden zur Mahlzeitenplanung für Diabetiker

Ernährungsleitlinien sind Broschüren und allgemeine Anweisungen zur Planung einer angemessenen Ernährung. Sie können Abschnitte zur Entwicklung gesunder Ernährungsgewohnheiten, Austauschlisten und Bilder von Art und Menge der Speisen enthalten.

  • Menüs: Eine Beschreibung der Gerichte für jeden Tag über einen bestimmten Zeitraum (Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks).
  • Austauschlisten (Exchange Lists): Gruppieren Lebensmittel in Maßeinheiten, die ungefähr die gleiche Anzahl an Kalorien und Makronährstoffen liefern.

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist eine Beteiligung der Darmschleimhaut, die zur Unfähigkeit führt, Laktose aufgrund des Mangels am Enzym Laktase zu verdauen. Es handelt sich um eine Erkrankung, die oft in der Kindheit auftritt, aber mit dem Alter fortschreiten kann.

Symptome der Laktoseintoleranz

Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen und Völlegefühl. Bei Mangelernährung kann auch Gewichtsverlust auftreten.

Diagnosemethoden

  1. Laktose-Toleranz-Test: Nach Einnahme von 100 Gramm Laktose werden Blutproben nach 30, 60 und 120 Minuten entnommen. Normalerweise sollte nach 2 Stunden eine Glukoseerhöhung von 2 mg/dl erscheinen.
  2. Wasserstoff-Atemtest: Erhöhter Wasserstoff im Atem nach Einnahme von Laktose.
  3. Stuhl-Säure-Test: Erhöhte Säure im Stuhl deutet auf Laktoseintoleranz hin.

Empfehlungen bei Laktoseintoleranz

Alle Arten von Kuhmilch und Derivaten sollten vermieden werden. Es ist notwendig, alle Lebensmitteletiketten sorgfältig zu lesen, um festzustellen, ob sie Milch oder Milchderivate enthalten. Dazu gehören:

  • Instant-Milchpulver
  • Magermilchfeststoffe
  • Margarine auf Milchbasis
  • Butter
  • Molke
  • Hydrolysiertes Kasein
  • Quark
  • Eiscreme
  • Käse

Lipide: Definition und Klassifikation

Lipide sind eine chemisch heterogene Gruppe von Verbindungen. Ihr gemeinsames Merkmal ist ihre Unlöslichkeit in Wasser. Es handelt sich um ölige, fettige und wachsartige Materialien, die mithilfe organischer Lösungsmittel gewonnen werden können. Lipide haben unterschiedliche biologische Funktionen, was sich in der Vielfalt ihrer Strukturen widerspiegelt.

Funktionale Klassifikation der Lipide

1. Speicherlipide: Wachse, Triacylglyceride

2. Strukturelle Membranlipide:

  • Glycerophospholipide (oder Phosphoglyceride)
  • Sphingolipide (Ceramide, Sphingomyelin, Glykosphingolipide)
  • Sterine (Cholesterin)

3. Lipide mit spezifischen biologischen Aktivitäten:

  • Steroide (Gestagene, Kortikosteroide, Isoprenoide, Sexualhormone)
  • Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K)
  • Intrazelluläre Signale (Diacylglycerol, Inositol-1,4,5-Triphosphat)
  • Eicosanoide (Prostaglandine, Thromboxane, Leukotriene)

Hauptfunktionen der Lipide

Lipide dienen der metabolischen Energiespeicherung und sind eine wichtige Energiereserve. Sie liefern 9 kcal/g. Acylglycerole (Fettsäuren + Glycerin) und Wachse werden fast ausschließlich zur Energiespeicherung genutzt.

Funktionen in der Ernährung

Lipide sind Energielieferanten und Träger diätetischer Lipide. Essenzielle Fettsäuren sind Bestandteile der Zellwände.

Die Rolle der essenziellen Fettsäuren

Sie sind Bestandteile der Zellmembranen und Träger von Lipoproteinen. Sie haben modulierende Funktionen, wie die Regression des Gelbkörpers, die Bildung von Prostaglandinen, Kontraktionen der glatten Muskulatur, Vasokonstriktion und Schleimsekretion im Magen.

Verdauung von Lipiden

Im Magen findet eine leichte Lipid-Hydrolyse statt, die im neutralen oder leicht alkalischen pH-Wert (im Pylorus-Bereich) wirkt, aber kaum funktionsfähig ist. Die wahre Lipid-Verdauung beginnt im Dünndarm. Am Ende des Magens befindet sich der Pylorus, ein ringförmiger Schließmuskel, der durch peristaltische Wellen entspannt wird und den Durchgang des Speisebreis in den Dünndarm ermöglicht.

Chylomikronen und Apolipoproteine

Chylomikronen sind große kugelförmige Partikel, die diätetische Triglyceride von der intestinalen Resorption ins Blut und Gewebe transportieren.

Apolipoproteine dienen dazu, die Ölpartikel in wässriger Umgebung (wie Blut) zu binden und zu stabilisieren; sie fungieren als eine Art Reinigungsmittel. Lipoprotein-Rezeptoren ermöglichen es der Zelle, verschiedene Typen von Lipoproteinen zu erkennen und deren Stoffwechsel zu steuern.

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