Die Ethik der Sterbehilfe: Argumente und Perspektiven
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Die moralische Debatte um die Sterbehilfe
In Bezug auf das Thema der Sterbehilfe liegt die wichtigste moralische Frage meiner Ansicht nach in zwei getrennten Aspekten:
- Hat ein Mensch das Recht zu entscheiden, wann er stirbt?
- Hat diese Person das Recht, Unterstützung bei der Selbsttötung durch einen praktizierenden Arzt zu suchen?
Die Befürworter der Sterbehilfe beziehen in der Regel dann Stellung, wenn der Tod unvermeidlich und nah ist und der Schmerz, der dem Tod vorausgeht, so unerträglich wird, dass die einzig moralisch angemessene Reaktion darin besteht, das Leben der Person durch aktive Mittel zu beenden.
Gegenargumente und ethische Bedenken
Die Gegner behaupten, dass Sterbehilfe nichts anderes als Selbstmord und Mord sei. Eine Analogie, die ich einmal gelesen habe, vergleicht eine Krankheit mit einem Mörder. Der kranke Mensch ist das Opfer, das eine lange Allee entlangläuft, während der Mörder von hinten aufschließt. Der Tod des Opfers ist gewiss. Sterbehilfe wäre in diesem Bild so, als würde jemand eine Tür vor der Person öffnen und sie aus nächster Nähe in den Kopf schießen. Zugegeben, der Tod durch Euthanasie mag für das Opfer „sanfter“ sein, aber letztlich bleibt es eine Tötung. Zudem stellt sich die Frage: Wer garantiert, dass der Täter das Opfer wirklich im Sinne des Opfers tötet?
Fazit: Warum Sterbehilfe kritisch zu betrachten ist
Zu diesem speziellen Thema bin ich der Meinung, dass Sterbehilfe nicht erlaubt werden sollte. Ich glaube zwar, dass Sterbehilfe unter unglaublich strengen Auflagen für Leidende vorteilhaft sein könnte, dennoch sollte sie nicht gestattet werden, da sie einer berufsständischen Prüfung nicht standhält. Persönliche Maximen sollten nicht allgemein eingeführt werden, wenn sie nicht universell anwendbar sind.
Wenn wir als Gesellschaft Euthanasie erlauben, um medizinische Schmerzen und Leiden zu beenden, stellt sich die Frage: Wo ziehen wir die Grenze? Könnte der Anwendungsbereich auf Menschen mit schweren Depressionen ausgeweitet werden, auf kranke Menschen, die unter dem Druck ihrer Familie stehen, oder auf jede andere Art von Fällen, die nicht mehr in den ursprünglichen Geltungsbereich der Sterbehilfe fallen?
Glossar der Begriffe
- Manipulieren: verändern, bewegen, entwickeln
- Auswirkungen: Folgen
- Prädispositionen: Zustände der Seele oder des Körpers, die etwas begünstigen
- Gauge (einschätzen): Schätzung, beurteilen
- Stricken: heimgesucht, angegriffen
- Screenings: Tests zum Nachweis unerwünschter Attribute
- Staffelung (erstaunlich): überwältigend
- Reluctant: nicht bereit, widerstrebend
- Specter: beängstigende Vorstellung zukünftiger Probleme
- Interventionen: Störungen, um etwas zu stoppen
- Stellar: brillant