Ethische Kriterien der Wahrheit: Beweise, Fehler und universelle Prinzipien
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Ethik-Kriterien der Wahrheit: Beweise und Fehler
Der Beweis ist das letzte Kriterium der Wahrheit. Von dort ausgehend messen wir die Stärke der Evidenz. Die Ethik ist das schrecklichste und zugleich herrlichste Sein des Menschen. Sie ist das Muster des Lebens, der Wahrheit und der Werte, nämlich die Notwendigkeit, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, um Tragödien zu vermeiden.
Werte und ethische Grundsätze
Werte wie Frieden, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit stehen auf dem Spiel. Es ist sehr ernst, dass manche sagen, wir könnten uns nicht auf die Formulierung ethischer Grundsätze einigen, die für die gesamte Menschheit gültig sind. Obwohl es in einigen Fällen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt, gibt es oft keine Meinungsverschiedenheiten über die Grundlagen, sondern darüber, wie die akzeptierten Grundsätze zu interpretieren oder anzuwenden sind.
All diese Probleme muss die Ethik lösen. Dies sollte uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in vielen anderen Bereichen eine ethische Theorie haben, die stark genug ist, um als von universellem Wert betrachtet zu werden.
Kriterien der Wahrheit in Ethik und Wissenschaft
Seit Jahrhunderten wird das Studium weiterer Kriterien der Wahrheit in der Wissenschaft und Ethik betrieben. Viele Menschen glauben, dass diese Kriterien nicht über ihr eigenes Bewusstsein hinausgehen und dass das persönliche Beweismittel „der letzte Richter in moralischen Fragen“ sei. Das ist nicht der Fall: Es gab strenge Kriterien.
Grundlegende Kriterien (Ethische Kriterien und Entwicklungserfahrung)
- Subjektives Kriterium: Dieses Kriterium ist fundamental. Es hilft dem Subjekt, den Inhalt einer ethischen Theorie richtig einzuschätzen. Subjektive Beweise können jedoch von anderen, stärkeren Beweisen widerlegt werden.
- Überprüfung interner Beweise: Beweise, die bei genauerer Analyse als brüchig erscheinen, müssen außer Kraft gesetzt werden. Es ist notwendig, zwischen beabsichtigten Bedeutungen und Werten zu unterscheiden, wie zum Beispiel dem fundamentalen Wert der Freiheit.
- Allgemeine Akzeptanz: Ein ethischer Standard ist nicht nur dann fundiert, wenn er von allen auf der Welt akzeptiert wird, um seine Legitimität zu gewährleisten.
Argumentationsmethoden zur Stärkung ethischer Evidenzen
Es gibt zwei Arten von Argumentationen, die die Kraft ethischer Evidenzen erhöhen:
- Die moralische Erfahrung des Menschen: Wie Maritain beweist, dient sie dazu, die Werte der aufgestellten Modelle zu überprüfen. Ein unparteiischer Beobachter kann Argumente prüfen, wie es Adam Smith tat.
- Dialogische Ethik: Verteidigt durch Apel und andere, wird sie als „dialogische Ethik“ bezeichnet. Es wird davon ausgegangen, dass Gerechtigkeit nur erreicht werden kann, wenn in einer argumentativen Diskussion alle betroffenen Parteien in einem idealen Kommunikationsklima einbezogen werden.
- Universalität: Jedes ethische Prinzip muss bestätigt werden, wenn es universalisiert werden kann. Kant hielt diese Eigenschaft für das Wichtigste seiner Ethik, dem Kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
- Widerspruchsfreiheit: Man kann nicht gleichzeitig widersprüchliche Aussagen akzeptieren.
- Konsistenz mit anderen Wahrheiten: Ein ethisches Modell muss konsistent mit anderen wissenschaftlichen Systemen und Wahrheiten sein.
- Effizienz: Wissenschaftliche Theorien werden bevorzugt, deren Erfolgselement für die Theorie selbst liegt. Die meisten ethischen Regeln zielen darauf ab, sehr ernste Probleme zu lösen. Die Logik ist das Kriterium, um diesen Erfolg zu erzielen.
- Vorhersage guter Konsequenzen: Die Evidenz einer ethischen Theorie bestätigt sich, wenn durch ihre Anwendung gute Konsequenzen vorhergesagt werden können. Die Beseitigung der fünf großen Hindernisse, die das Licht der Ethik verdunkeln (extreme Not, Unwissenheit, Dogmatismus und Hass auf den Nächsten), ermöglicht es, gute Konsequenzen zu erzielen.
- Argumentum ad Errorem (Reduktion auf den Irrtum): Ähnlich der mathematischen „Reduktion ins Absurde“. Wenn das ethische Modell fehlschlägt, tritt ein Irrtum auf. Dies wird auch als „Reduktion auf den Irrtum“ bezeichnet.