Ethische Strömungen: Soziologischer Relativismus und Eudämonismus
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Ethisch-soziologische Materialien
Die soziologische Perspektive besagt, dass Moral ein soziales Produkt ist, das in jeder Gemeinschaft entsteht und ihre Mitglieder beeinflusst. Für den soziologischen Reduktionismus ist Moral das exklusive Produkt verschiedener Formen der sozialen Organisation und hängt nicht vom individuellen Gewissen ab, auch wenn dieses die jeweilige Moral mitgestaltet.
Es gibt keine universellen Kriterien, sondern nur relative (moralischer Relativismus), die von der jeweiligen Gesellschaft abhängen. Was als moralisch richtig gilt, hängt von der Gesellschaft ab. Der kulturelle Relativismus besagt, dass kulturelle Praktiken nicht universell sind und keine Kultur einer anderen überlegen ist; vielmehr wird die moralische Richtigkeit einer Handlung am Ergebnis gemessen.
Die moralische Skepsis besagt zudem, dass das Individuum, auch wenn es gezwungen ist zu wählen, sein Verhalten niemals rechtfertigen kann, da es keine universellen moralischen Normen gibt oder diese nicht bekannt sind.
Eudämonismus
Die Hauptvertreter dieser ethischen Strömung sind Aristoteles und Thomas von Aquin. Der Eudämonismus ist unabhängig vom Einfluss der westlichen Kultur und bekräftigt, dass der Mensch das Glück als das höchste Gut an sich sucht.
Das Streben nach Glück
- Wahres Glück bedeutet, die eigenen Ziele zu erreichen.
- Glück ist das letzte, natürliche und sinnstiftende Ziel.
- Glück ist eine kontinuierliche menschliche Tätigkeit.
Der Mensch nutzt hierfür seine theoretische Intelligenz (Kontemplation) und seine praktische Intelligenz. Der menschliche Wille kultiviert seine Moral durch das Praktizieren von dianoetischen und ethischen Tugenden. Dadurch wählt der Mensch das Beste für sein Glück und seine Vollkommenheit: Weisheit, Mäßigung und Konsistenz.
Der kluge Mensch weiß, wie er handeln muss. Die Mitte zwischen den Extremen wird durch Gesetze geregelt, die das Glück in einer gerechten Gesellschaft garantieren. Die Vernunft ermöglicht es dem Menschen, zu kontemplieren und umsichtig in der Gesellschaft zu leben.