EU-Außenhandel: Analysen zu Waren und Dienstleistungen
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MECAD Handel: Der EU-Außenhandel
Der Handel der EU-Staaten mit dem Rest der Welt ist ein komplexes Netzwerk aus geopolitischen und historischen Umständen, die im Laufe der Zeit entstanden sind und regelmäßig durch Abkommen auf internationaler Ebene gefestigt werden. Dies macht die EU zum weltweit führenden Block im Austausch von Waren und Dienstleistungen und zu einem zentralen Bestandteil des globalen Kapitalflusses.
Handelsbilanz und Warenverkehr
Die Mehrheit des EU-Warenhandels wird mit entwickelten Ländern abgewickelt. Bei den ausgetauschten Gütern handelt es sich vor allem um industriell hergestellte Produkte. Im Handel mit weniger entwickelten Ländern bestehen die Waren hingegen primär aus Rohstoffen und Energieprodukten. Die Handelsbilanz der EU-Mitgliedsstaaten mit dem Rest der Welt ist oft defizitär, da der Überschuss bei Industrieprodukten nicht ausreicht, um die Defizite im Bereich Energie und Rohstoffe vollständig zu kompensieren.
Der Dienstleistungssektor im EU-Handel
Das Gewicht der Dienstleistungen an allen kommerziellen Transaktionen außerhalb der EU ist deutlich geringer als das der Waren. Das Volumen der grenzüberschreitenden Transaktionen in den Bereichen Transport, Versicherung und Tourismus außerhalb des EU-Hoheitsgebiets entspricht lediglich etwa einem Drittel des Volumens des Warenhandels.
Sektorspezifische Bilanzen und technologische Entwicklung
Es sollte berücksichtigt werden, dass die Bilanz dieses Austauschs für Europa stets günstig ausfällt. Diese positive Bilanz bietet mehrere Vorteile: Sie hilft dabei, das Defizit im Warenhandel auszugleichen. Zudem ist die Art der Dienstleistungen notwendig, da die europäische technologische Entwicklung auf nachhaltige Weise vorangetrieben wird. Während die EU im Seeverkehr aufgrund der engen Verknüpfung mit dem Warenhandel Defizite aufweist, erzielt sie im Luftverkehr Überschüsse. Auch die Tourismusbranche verzeichnet Überschüsse. Im Gegensatz dazu weist der audiovisuelle Sektor ein beunruhigendes Defizit auf, was auf die mächtige US-amerikanische Industrie zurückzuführen ist. Auch im Bereich Forschung und technologische Entwicklung ist die Bilanz eindeutig negativ, da europäische Unternehmen deutlich mehr für Patente zahlen müssen, als sie Einnahmen aus demselben Bereich erzielen.