EU-Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums

Eingeordnet in Geographie

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,61 KB

Die Europäische Union bietet durch ihre Politik der ländlichen Entwicklung Strukturfonds für die am stärksten benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete an. Ziel ist es, die Zahl der Landwirte stabil zu halten und die Agrarlandschaft zu erhalten. Das LEADER-Programm stellt zudem Mittel für Regionen bereit, die am stärksten von der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) betroffen sind, um innovative Maßnahmen zu subventionieren, die den ländlichen Tourismus fördern.

Die autonomen Gemeinschaften beteiligen sich durch ihre Kompetenzen im Landmanagement an der Gestaltung des ländlichen Raums. Die lokale Regierung ordnet die ländlichen Gebiete in der Gemeinde und fördert Maßnahmen, um das lokale Potenzial zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern.

Prioritäten für das ländliche System

a) Wirtschaftliche Entwicklung

  • Hauptziel ist die Aufbewahrung der ländlichen Bevölkerung durch Sicherung der Beschäftigung und verbesserte Konjunkturaussichten.
  • Die Diversifizierung der Wirtschaft soll den industriellen Wandel in der Produktion und den ländlichen Tourismus fördern.

Die handwerkliche oder industrielle Verarbeitung von Erzeugnissen in ländlichen Gebieten kann deren Mehrwert erhöhen. Dies fördert die Agrarindustrie für die Lebensmittelverarbeitung und das Kunsthandwerk.

Der ländliche Tourismus bietet viele Optionen wie Agrotourismus, Kinder- und Jugendtourismus, ökologischen Tourismus, Gesundheit, Versorgung, Kultur und Abenteuersportarten. Tourismus auf dem Land hat einen positiven Effekt, indem er die Einnahmen in ländlichen Gebieten erhöht, die Infrastruktur und Gemeinschaftseinrichtungen verbessert sowie die Sanierung von Wohnraum fördert.

Die Modernisierung und Verbesserung der Qualität der Produkte zur Erfüllung neuer Anforderungen wird durch die Einführung von geschützten Ursprungsbezeichnungen und Qualitätsbezeichnungen umgesetzt, die ein stabiles Nachfrageniveau für landwirtschaftliche Erzeugnisse bieten.

  • Förderung von Genossenschaften für den Kauf, Verkauf und die Verarbeitung von Erzeugnissen, um eine übermäßige Abhängigkeit von Kennzeichnung und Industrie zu vermeiden.

b) Verbesserung der Infrastruktur

Die Verbesserung der Infrastruktur, der kommunalen Einrichtungen und der Lebensqualität gehört ebenfalls zu den wichtigsten Prioritäten der ländlichen Planung.

  • Ländliche Gemeinden benötigen eine bessere Zugänglichkeit. Es wird versucht, die grundlegende Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen zu garantieren, damit niemand zu weit von Basisdienstleistungen entfernt ist.
  • In diesen Strategien spielen Kleinstädte in der Landschaft eine wichtige Rolle, da sie als Zentren für die Konzentration der verstreuten Bevölkerung dienen.

c) Erhaltung der Umwelt

Dies soll durch Maßnahmen der EU-Politik zur ländlichen Entwicklung und die Förderung des ökologischen Landbaus erreicht werden. Die EU finanziert Maßnahmen zum Umweltschutz, wie das Engagement für Forstwirtschaft, Extensivierung der Ernte sowie die Erhaltung von Beständen und traditionellen Aktivitäten.

Der ökologische Landbau nutzt nur natürliche Systeme ohne den Einsatz von Chemikalien. Die Nachteile sind die kürzere Haltbarkeit der Produkte und eine hohe Nachfrage bei oft noch knappem Angebot. Lebensmittelbetrug und der Verdacht gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel führen dazu, dass die Förderung der ökologischen Landwirtschaft der am stärksten wachsende Bereich im Agrarsektor der Europäischen Union ist.

Verwandte Einträge: