Europa im Mittelalter: Ein Überblick
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Das fragmentierte Europa nach Rom
Nach dem Fall des Weströmischen Reiches und den Invasionen der Barbaren war Europa, mit Ausnahme einiger germanischer Königreiche, in viele unabhängige Königreiche und Länder aufgeteilt. Ein Flickenteppich von Territorien.
Die Agrargesellschaft des Mittelalters
Mit der Gründung der germanischen Königreiche wurden die Städte entvölkert und der Handel brach zusammen. Die Landwirtschaft wurde zur wichtigsten Quelle des Reichtums. Die Lebensbedingungen waren hart, Hungersnöte waren häufig. Feudalherren kontrollierten von ihren Burgen aus weite Ländereien, die von Bauern bebaut wurden.
Das Christentum als einigendes Band
Während die Mehrheit der Bevölkerung der römisch-christlichen Ära treu blieb, bekannten sich die Germanen zunächst zu heidnischen Religionen. Einige germanische Könige konvertierten jedoch zum Christentum, und allmählich wurde der Großteil Europas christianisiert.
Die Konversion der Germanen
Im 5. Jahrhundert drangen viele germanische Völker in das Römische Reich ein. Im Jahr 476 wurde der letzte römische Kaiser abgesetzt. Die Germanen praktizierten zunächst heidnische Religionen, konvertierten aber später kollektiv zum Christentum.
Die Entstehung des Mönchtums
Im Westen wurde das Mönchtum von St. Benedikt gefördert. Er gründete Klöster, in denen Mönche ein Leben des Gebets und der Arbeit führten. Die Regel des Heiligen Benedikt, zusammengefasst im Satz "ora et labora" (bete und arbeite), prägte das monastische Leben.
Christen im muslimischen Spanien (Al-Andalus)
Die Anhänger des Islam kamen im Jahr 711 auf die Iberische Halbinsel. Ihre muslimischen Herrscher gründeten den Staat Al-Andalus mit der Hauptstadt Córdoba. Ein Teil der Bevölkerung konvertierte zum Islam, aber viele Christen blieben ihrem Glauben treu und wurden als Mozaraber bezeichnet. Sie mussten hohe Steuern zahlen und durften keine öffentlichen Ämter bekleiden. Wichtige Gemeinschaften gab es in Córdoba, Toledo und Saragossa.
Die feudale Kirche
Die Invasionen der Germanen führten zur Auflösung des bestehenden Sozialsystems und zur Entstehung des Feudalismus. Es entstanden neue Beziehungen zwischen den Landbesitzern und den Leibeigenen, die das Land bewirtschafteten. Die mittelalterliche Gesellschaft war in drei Stände unterteilt: Adel, Klerus und das einfache Volk.
Kunst im Mittelalter: Lehre und Glaube
Skulptur: Die Bibel in Stein
Die Skulptur hatte einen instruktiven Zweck. Die Verzierungen dienten dazu, dem Volk die Grundlagen des christlichen Glaubens zu vermitteln. Die Skulpturen konzentrierten sich auf die Portale der Kirchen, insbesondere auf den Hauptraum, der mit Christus selbst identifiziert wurde.
Malerei: Die Bibel in Bildern
Die Malerei zielte ebenfalls auf die biblische Erzählung ab. Es wurden neue Elemente entwickelt, um den Gläubigen vertraute Szenen zu präsentieren.
Die Kirche im Mittelalter
Die Gegenwart des Geistes Jesu
Die Kirche kann nicht verstanden werden ohne den ausdrücklichen Bezug auf die drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit.
Die Kirche als Sakrament der Erlösung
Die Kirche zeigt Christus als den Erlöser der Menschheit. Die Kirche setzt das Erlösungswerk Christi fort.
Die Heiligkeit der Kirche
Die Kirche ist heilig, weil Christus sich selbst hingegeben hat, um sie zu heiligen, und weil sie mit der Gabe des Heiligen Geistes ausgestattet ist. Alle Mitglieder der Kirche sind zur Heiligkeit berufen.