Europäische Politik und Wirtschaft in den 1990er Jahren

Eingeordnet in Geschichte

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,55 KB

Die Europäische Integration und politische Entwicklungen

1986 wurde die Einheitliche Europäische Akte unterzeichnet, wodurch die Innenpolitik der europäischen Staaten durch den europäischen Drang beeinflusst wurde. Die schwedische Wirtschaftskrise von 1991–1992 bildete den Hintergrund für Angriffe auf Ausländer; konservative Parteien in Dänemark nutzten die Gegenreaktion gegen Einwanderer für sich.

Großbritannien und Irland

Das Ende der „Thatcher-Ära“ ebnete den Weg in die EU. John Major setzte die kontinuierlichen Privatisierungen fort, während soziale Schutzmaßnahmen getroffen wurden und Pläne für den Frieden in Ulster entstanden. In den 90er Jahren erlebte Irland ein Migrationsphänomen als Folge einer Wirtschaftskrise. Durch eine gezielte Fiskalpolitik wurde Kapital angezogen, was Irland zu einem der wettbewerbsfähigsten Länder Europas machte.

Sozialistische Regierungen in Südeuropa

In Südeuropa dominierten sozialistische Regierungen die politische Bühne:

  • Spanien: Die legislative Arbeit kombinierte soziale Fragen mit den wirtschaftlichen Forderungen des Neoliberalismus. Die Sozialisten folgten den EU-Empfehlungen zur Konvertierung der staatlichen Industrie und zur Stärkung der Wettbewerbsvorteile. Die spanischen Wähler schenkten der Sozialistischen Partei bis 1996 ihr Vertrauen.
  • Portugal: Die Sozialisten verfolgten eine liberale Politik, vereinbarten die Privatisierung der während der Nelkenrevolution verstaatlichten Betriebe und beschnitten die Befugnisse des Präsidenten. Die Opposition innerhalb des Sozialismus führte 1995 zum Bruch mit der Partei und der Regierung. 1999 übergab Portugal das Territorium Macau an die Volksrepublik China.

Instabilität in Italien und Griechenland

Italien

Die Instabilität war in Italien dominant, geprägt durch den Zusammenbruch der Christdemokratie und die Desorientierung der PCI. Der Prestigeverlust der Partei ermöglichte den Aufstieg neuer Kräfte, die eine Regierung mit der Nationalen Allianz, der faschistischen Partei von Fini, bildeten.

Griechenland

1989 verhinderte eine Konföderation zwischen der konservativen Neuen Demokratie, Kommunisten und Sozialisten, dass die Griechen ihr Mandat wiederholten. Griechenland sah sich mit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien konfrontiert, deren expansionistische Absichten auf griechischem Territorium gefürchtet wurden, sowie mit Albanien bezüglich der Situation der griechischen Minderheit in diesem Land.

Verwandte Einträge: