Die Evangelien: Literarische Gattung, Kanon und Apokryphen
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Die Evangelien als literarische Gattung
Die Evangelien sind eine einzigartige Gattung in der allgemeinen Literatur. Sie sind nicht nur Berichte, sondern auch eine Einladung zum Beitritt zum Christentum.
Ihr primäres Ziel ist nicht biografisch. Sie präsentieren Christus als den Messias, den Sohn Gottes und Erlöser der Menschheit. Sie enthalten Sammlungen von Reden, Gleichnissen und Geschichten, wie die Passion Christi und seine Auferstehung.
Kanonische Evangelien
Die Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes heißen kanonische Evangelien, weil sie diejenigen sind, die das frühe Christentum als legitim akzeptierte. Sie sind heute Teil des Neuen Testaments der Bibel und die einzigen, die von den nachfolgenden Gruppen (wie den Evangelikalen) anerkannt wurden. Christliche Kirchen akzeptieren nur diese vier Evangelien als inspiriert und als Teil des Kanons. Die evangelischen Kirchen haben die Evangelien aufgrund ihres Glaubens und ihrer Praxis in die Bibel aufgenommen.
Apokryphen
Hunderte von anderen Evangelien wurden in der Antike geschrieben, die als apokryphe Evangelien bezeichnet werden. Unter den Handschriften, die in Ägypten gefunden wurden – bekannt als die Bibliothek von Nag Hammadi –, finden sich Evangelien, die Aposteln Christi zugeschrieben werden: das Evangelium nach Thomas, Philippus, Petrus, Judas und Maria.
Zeitgenössische Evangelien
Heute werden immer noch Evangelien oder Versionen von ihnen geschrieben, wie das Evangelium nach dem Spiritismus, Das Evangelium nach Jesus Christus oder die Operation Trojanisches Pferd.
Das spirituelle Herz Jesu
Das Wort „Herz“ wird verwendet, um Gefühle auszudrücken, die in einer Person erwachsen sind. Wenn wir uns auf Jesus beziehen, wird das Herz als Symbol und Bild verwendet. Wir drücken in dieser Bildersprache aus, dass Gott sich hingibt, dass er gut ist und Gefühle der Zärtlichkeit für uns hegt.
Menschsein: Fünf Funktionen
- a) Der Mensch wird als religiöse Spiritualität kultiviert.
- b) Menschsein bedeutet, Gegensätze versöhnen zu können.
- c) Der Mensch ist in der Lage, sein Gleichgewicht zu halten.
- d) Der Mensch rechtfertigt nicht die Widersprüche, in denen wir leben.
- e) Menschsein bedeutet, unseren inneren Antrieb zu akzeptieren.