Die Evangelisierung Europas: Vom Ende des Römischen Reiches bis zum Mittelalter
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Der Niedergang des Römischen Reiches und die Barbareninvasionen
Aufgrund der konstanten Einfälle der Barbaren gerieten die aufeinanderfolgenden Wellen von Invasionen im Römischen Reich in eine Krise. Romulus Augustulus, der letzte Kaiser Roms, wurde gestürzt, und die Barbaren besetzten die ehemaligen Gebiete.
Den Barbaren gelang es nicht nur, die ehemaligen Gebiete des Römischen Reiches zu beherrschen, sondern sie brachten auch die christliche Religion und die neue kirchliche Organisation mit sich, welche die kulturelle, soziale und rechtliche Ordnung dominierte. Die Menschen, die zum Christentum konvertierten, übernahmen nicht nur den Glauben, sondern auch die Kultur.
Der Prozess der Evangelisierung
Der Unterricht und die Taufe beschleunigten den Prozess der Evangelisierung des christlichen Glaubens. Im 5. und 6. Jahrhundert ergriffen Päpste und Bischöfe wie St. Patrick, St. Remigius, St. Martin, San Leandro und Gregor der Große die Initiative.
Die Rolle der Mönche im 7. und 8. Jahrhundert
Im 7. und 8. Jahrhundert spielten Mönche eine wichtige Rolle, als das Christentum angenommen wurde und die Zahl der gläubigen Mönche zunahm.
Das Mönchtum: Einsiedler und Gemeinschaft
- Die Einsiedler: Die ersten Einsiedler lebten allein an abgelegenen Orten oder in der Wüste. Ihr Leben wurde von religiösen Vorschriften geregelt. Sie widmeten sich dem Gebet und der Arbeit.
- Tugenden: Zu ihren Tugenden zählten Brüderlichkeit, Gastfreundschaft und Solidarität unter den Mitbrüdern. Sie evangelisierten auch die Menschen in ihrer Umgebung.
St. Benedikt von Nursia (480–547)
St. Benedikt verfasste die Regel für die Mönche, die eine angepasste Lebensweise bot. Ihre Grundsätze sind: Gebet, Meditation, Gemeinschaft, Studium und Gehorsam gegenüber dem Abt.
Die Bedeutung der Klöster
Klöster waren ein neuer Lebensweg und neue Zentren der Zivilisation und Kultur. Sie trugen zur Bewahrung, Erweiterung und Übertragung der Kultur bei. Aus all diesen Gründen wird St. Benedikt als Vater Europas bezeichnet, da er und seine Mönche die Kultur verbreiteten und die Menschen humanisierten.
Die christlichen Gemeinschaften unter arabischer Herrschaft (Mozaraber)
Unter der Herrschaft der arabischen Muslime wurden die Christen, die als Mozaraber bezeichnet wurden, zu Bürgern zweiter Klasse und mussten hohe Steuern zahlen. Die christlichen Gemeinden bewahrten ihre eigene Kunst und Liturgie: die mozarabische Kunst und Liturgie.