Evolution und Geologie: Beweise, Prozesse und Landschaftsformen
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Beweise für die Evolution
Es gibt verschiedene Beweise, die die Evolution der Organismen belegen:
- Biogeographische Beweise: Sie zeigen, dass isolierte Arten unterschiedlich sind.
- Biochemische Beweise: Sie basieren auf dem Vergleich von Molekülen (DNA und Proteine) verschiedener Arten. Je näher zwei Arten evolutionär verwandt sind, desto größer ist die Ähnlichkeit ihrer Moleküle.
- Embryologische Beweise: Sie basieren auf dem Vergleich der Embryonalentwicklung verschiedener Tiere. Je näher zwei Arten evolutionär verwandt sind, desto mehr Entwicklungsschritte teilen sie.
- Paläontologische Beweise: Sie basieren auf der Untersuchung von Fossilien (Überreste von Lebewesen oder deren Aktivität). Zwischenformen geben Auskunft über die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen zwei Gruppen.
Geologische Prozesse und Landschaftsformen
Verwitterung, Erosion und Sedimentation
- Verwitterung: Zersetzung von Gesteinen durch geologische Faktoren.
- Erosion: Abtragung und Transport von Gesteinsmaterial durch geologische Faktoren wie Wind und Wasser. Dies führt zu charakteristischen Landschaftsformen und zur Bildung von ausgedehnten, flachen Ebenen, sogenannten Rumpfflächen.
- Sedimentation: Ablagerung von Material (Detritus und Sediment) in Sedimentbecken (abgesenkten Gebieten). Die Sedimente verfestigen sich zu Sedimentgesteinen.
Flussmodellierung
Flüsse (Wasser) formen die Landschaft. Typische Erosionsformen sind V-Täler und Mäander (Flussschlingen). Bei der Sedimentation kommt es zu einer Sortierung des Materials nach Korngröße.
Äolische Modellierung (Wind)
Wind spielt vor allem in warmen Wüsten eine wichtige Rolle bei der Landschaftsformung. Prozesse:
- Deflation: Der Wind trägt feines Material fort und hinterlässt gröberes Material, wodurch Steinpflaster entstehen.
- Korrasion (Windschliff): Der Wind transportiert Sandkörner, die auf Felsen wie ein Sandstrahlgebläse wirken und diese abschleifen. Es entstehen Pilzfelsen, die an der Basis stark erodiert sind.
- Transport und Ablagerung: Der Wind transportiert feines Material (Staub) und lagert es als Löss ab. Sand wird zu Dünen in verschiedenen Formen, z. B. Sicheldünen (Barjanes), aufgeschüttet.
Gletschermodellierung
Gletscher sind große Eismassen, die sich in Gebirgstälern bewegen. Sie formen die Landschaft durch Erosion und Akkumulation. Typische Landschaftsformen sind:
- U-Täler (breit, tief, mit gerundetem Querschnitt)
- Scharte (scharfe Grate)
- Hörner (spitze Gipfel)
- Moränen (Ablagerungen von Gesteinsschutt an Front, Seiten und Grund des Gletschers)
- Glattschliffe und Gletscherschrammen
- Rundhöcker (abgerundete Felshügel)
Karstmodellierung
Karstlandschaften entstehen durch die Einwirkung von Oberflächen- und Grundwasser auf lösliche Gesteine wie Kalkstein (bestehend aus Calcit, CaCO3). Kohlensäurehaltiges Wasser löst den Kalkstein auf (Kohlensäureverwitterung). Typische Karstformen sind:
- Karren: tiefe Rillen an der Oberfläche
- Schlote: senkrechte Gänge, die mit dem Grundwasser in Verbindung stehen
- Dolinen: kreisrunde Vertiefungen an der Oberfläche
- Poljen: große, geschlossene Hohlformen im Untergrund
- Torcal: Karstlandschaft, die durch den Einsturz von Höhlendecken entstanden ist
- Stalaktiten (von der Decke hängend) und Stalagmiten (vom Boden wachsend): entstehen durch Ausfällung von Calciumcarbonat
Die chemische Verwitterung (Kohlensäureverwitterung) wird durch Wasser und hohe Temperaturen beschleunigt.
Flussmündungen
- Delta: Flussmündung ohne starke Gezeitenströmungen (z. B. im Mittelmeer).
- Ästuar (Trichter): Flussmündung mit starken Gezeitenströmungen (z. B. im Atlantik).