Die Evolution der Menschheit: Von Jägern zu Siedlern
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Phase 1: Jäger und Sammler (1.000.000 v. Chr. – 10.000 v. Chr.)
Vor 1,5 Millionen Jahren wurden Populationen von Australopithecus durch den Homo habilis ersetzt, der den Weg für den Homo erectus ebnete. Die ersten modernen Menschen, Homo sapiens, entstanden im Nordwesten Afrikas. Eingebettet in die Savanne waren sie denselben Regeln unterworfen wie andere Tiere. Die ersten menschlichen Jäger und Sammler waren dem Klimawandel ausgesetzt und litten oft Hunger. Dies wurde bald durch die Jagd auf kleine Tiere ergänzt.
Die frühen Menschen waren Allesfresser, und gerade diese Bandbreite in ihrem Leistungsspektrum war ein Schlüssel zu ihrem Erfolg. Ein weiterer Faktor war die Nutzung natürlicher Elemente und Werkzeuge. Sehr früh versuchten die Menschen, die Natur zu verstehen und zu beherrschen: Schutz suchen, Wasser finden, Heilpflanzen nutzen, das Wetter vorhersagen, Kleidung herstellen und rudimentäre Jagdwaffen anfertigen. Sie verhielten sich wie intelligente Raubtiere.
Die zufällige Entdeckung und anschließende Beherrschung des Feuers durch den Homo erectus löste eine Revolution aus: Zubereitung von Speisen, Temperaturregulierung und das Einschüchtern konkurrierender Tiere. Die ersten Veränderungen waren deutlich sichtbar.
Phase 2: Landwirtschaft und Viehzucht (10.000 v. Chr. – Mitte des 18. Jahrhunderts)
Vor etwa 10.000 Jahren, als die letzte Eiszeit endete, begünstigte das wärmere und feuchtere Klima die Ausbreitung der Wälder. Dies führte zu einer neuen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt durch das Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht. Es begann ein Lebensstil, der bis zur Industriellen Revolution andauerte. Zum ersten Mal hatten alle Bevölkerungsgruppen ausreichend Nahrung. Das Ergebnis war unmittelbar: Die Anzahl der Menschen verzehnfachte sich.
Die Anfänge der Domestizierung
- Pflanzen: Frauen begannen, wildes Getreide zu sammeln und natürliche Prozesse nachzuahmen. Weizen, Gerste, Reis und Mais gehörten zu den ersten angebauten Pflanzen.
- Tiere: Die interessantesten Tiere wurden aufgrund ihrer Größe, Fügsamkeit und Fleischproduktion ausgewählt. Ziegen und Schafe waren die ersten domestizierten Tiere, gefolgt von Rindern, Schweinen und Geflügel.
Sesshaftigkeit und gesellschaftlicher Wandel
Die erste Veränderung durch diese neue Lebensweise war die Aufgabe des Nomadismus. Mit der Sesshaftigkeit entstanden die ersten stabilen menschlichen Siedlungen: Dörfer in der Nähe von Flüssen, Seen und Lagunen. Die ersten Häuser wurden aus Holz, später aus Stein und Ziegeln gebaut. Dies führte zum Bau von Straßen, Städten und Häfen.
Es wurden Metalle und Legierungen entdeckt, ebenso wie die Töpferei, der Hebel, die Hacke, der Pflug, das Rad sowie Stein-, Wasser- und Windmühlen. Gleichzeitig kam es zur Spezialisierung von Aufgaben, was zur Arbeitsteilung, sozialen Hierarchisierung und zum Handel führte. Wirtschaftliche Aktivitäten begannen, menschliche Gesellschaften zu definieren, und ihr Fortschritt war nun nicht mehr aufzuhalten. Das menschliche Handeln auf die Natur war zunächst auf besiedelte Gebiete beschränkt, während weite Bereiche unberührt blieben. Nach und nach wurden diese Aktivitäten auf neue Regionen des Planeten ausgeweitet.