Die Expansion des Dritten Reiches: Chronologie 1934–1939

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Die Konsolidierung der Macht und die ersten Aggressionen (1934–1936)

30. Juni – 2. Juli 1934: Die Nacht der langen Messer

Die Ausschaltung der SA-Führung: Bei der „Nacht der langen Messer“ wurden Ernst Röhm und über 300 weitere Staats- und SA-Führer ermordet. Dies führte zur Abschaffung von Parteien, Gewerkschaften und individuellen Freiheiten. Es wurden Sondergerichte für politische und „rassische“ Vergehen eingeführt. Die lokalen Behörden wurden zu Marionetten in den Händen Hitlers.

Ideologie und Verfolgung

Die nationalsozialistische Ideologie basierte auf Machismo, Imperialismus und der Suche nach Lebensraum für die arische Rasse, der angeblich durch den Vertrag von Versailles verwehrt wurde. Die Verfolgung von Bolschewismus und Judentum begann. Die lutherische und die katholische Kirche leisteten stillschweigende Zustimmung oder Duldung.

Wichtigste Mitarbeiter und politische Repression

  • Göring: Wirtschaft
  • Goebbels: Propaganda, Kontrolle und Zensur, kulturelle Bildung und Förderer der Hitler-Jugend
  • Himmler: Politische Repression (Leitung von SS und Gestapo)

1936: Vierjahresplan und Rheinland-Besetzung

Der Vierjahresplan (1936): Ziel war die wirtschaftliche Autarkie. Priorität hatte die Schwerindustrie. Der Staat kontrollierte Preise und Löhne zur Eindämmung der Inflation und investierte massiv in öffentliche Bauten.

Militärische Schritte: Hitler remilitarisierte das Rheinland und verletzte damit den Vertrag von Versailles. Die Alliierten reagierten nicht.

24. Juli 1936: Achsenbildung im Spanischen Bürgerkrieg

Abkommen zwischen Mussolini und Hitler zur Entsendung militärischer Kontingente nach Spanien.

Die Appeasement-Politik Neville Chamberlains

Die von Neville Chamberlain verfolgte Appeasement-Politik sollte der britischen Industrie Zeit verschaffen, um sich auf einen möglichen Krieg vorzubereiten. Großbritannien fürchtete einen direkten Zusammenstoß mit Deutschland und hoffte, Deutschland könnte zukünftig als Puffer gegen die Sowjetunion dienen.

Unstrukturierte Datumsangaben (1937/1938)

1937–1926, 1938–1912. April/6. November, März/6.–15. Juli/29.–30. September/Oktober/9. November.

1939: Die letzten Schritte vor dem Zweiten Weltkrieg

Wirtschaftliche Lage in Deutschland

  • Vollbeschäftigung, aber Arbeitszeit von 10 Stunden und keine Gewerkschaftsrechte.
  • Kontrolle der Inflation, Rückgang der Kaufkraft und Begrenzung von Konsumgütern.
  • Konzentration des Kapitals.
  • Vorteile für Banken und Unternehmen; leichte Verbesserung für die Mittelschicht.

Chronologie der Aggressionen und Pakte

  • 15. März: Italien marschiert in Albanien ein. Deutschland besetzt die Tschechoslowakei. Die Slowakei wird zu einem Vasallenstaat Berlins.
  • 22. März: Erweiterung des Antikominternpakts zwischen Deutschland, Italien, Japan und Spanien.
  • 7. April: Hitler annektiert das Memelland (Litauen); Mussolini besetzt Albanien.
  • 28. April: Hitler fordert die Rückgabe Danzigs.
  • 13. Mai – 17. Juni: Kuba und die USA lehnen über 900 Flüchtlinge (hauptsächlich Juden) ab, die Europa an Bord des Kreuzers MS St. Louis verlassen hatten, und zwingen sie zur Rückkehr.
  • 22. Mai: Der Stahlpakt zwischen Hitler und Mussolini wird unterzeichnet.
  • 30. Mai: Hitler teilt Mussolini mit, dass Italien drei Jahre zur Kriegsvorbereitung benötige.
  • 23. August: Deutsch-Sowjetischer Nichtangriffspakt (Ribbentrop-Molotow-Pakt) unterzeichnet. Der Pakt beinhaltet die geheime Aufteilung Polens und die Anerkennung der Kontrolle der UdSSR über Finnland, Lettland, Estland und Litauen.

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