Der experimentelle Roman (1960-1980): Meisterwerke und Autoren des magischen Realismus

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Der experimentelle Roman: Innovationen zwischen 1960 und 1980

Zwischen 1960 und 1980 wurde eine Reihe innovativer Romane veröffentlicht. Diese setzten oft den magischen Realismus fort, vertieften sich aber stark in das Experimentieren mit neuen Erzählformen. Zu den Romanautoren, die diese Bewegung maßgeblich prägten, gehören:

Ernesto Sábato

Er schrieb eine intellektualisierte, nahegehende Studie, in der Werke wie Der Tunnel (eine Kurzgeschichte über Liebe und Verzweiflung), Über Helden und Gräber und Abaddon der Vernichter kristallisiert sind. Seine Arbeit ist eine kritische Reflexion über die heutige Gesellschaft.

Julio Cortázar

Er zeichnet sich durch seine Kurzgeschichten aus, die im Stil von Kafka und Borges stehen (z.B. Bestiarium, Geheime Waffen, Alle Feuer). In seinem Roman Rayuela erschafft er eine Welt mit sehr interessanten Charakteren. Dieses Werk enthält eine strukturelle Neuerung: Es kann je nach gewählter Reihenfolge auf unterschiedliche Weise gelesen werden. Dieses Werk markiert Cortázars Erzählkunst, die einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und ihre ästhetische Innovationsposition vereint.

Carlos Fuentes

Er zeichnet sich durch seine kritische Haltung und die Bereitschaft zur formalen Erneuerung aus. Die transparente Region präsentiert ein Kaleidoskop Mexikos. Der Tod des Artemio Cruz erinnert durch die Erinnerung eines mächtigen Mannes an einen Teil der mexikanischen Geschichte.

Gabriel García Márquez

Mit Hundert Jahre Einsamkeit (1967) wurde er zu einem der beliebtesten Romanautoren der Zeit. Der Roman greift Charaktere und Schauplätze aus früheren Kurzgeschichten auf, wie zum Beispiel La Cándida Eréndira oder Der Oberst hat niemanden geschrieben. Hundert Jahre Einsamkeit erzählt die Geschichte der Familie Buendía parallel zur Schöpfung und Zerstörung der mythischen Welt von Macondo. Das Werk verbindet verschiedene Elemente: magischen Realismus, lyrische Vision, Gesellschaftskritik, Humor und Tragik.

Mario Vargas Llosa

Sein erster Roman, Die Stadt und die Hunde, präsentierte eine experimentelle Erzählweise, die die Gewalt und Korruption im Militär darstellt. Er setzte diese brutale Welt in anderen formal innovativen Erzählungen fort, wie Das grüne Haus und Gespräch in der Kathedrale. Sein formales Experimentieren kombiniert er mit einer ironischen Sichtweise in Der Geschichtenerzähler sowie Tante Julia und der Praktikant. Er zeigt eine hochvariable Neuerfindung von Bewegungen, historischen Figuren oder Ereignissen.

Die Kurzgeschichte im 20. Jahrhundert

Die Kurzgeschichte erlebte im zwanzigsten Jahrhundert eine große Entwicklung in der lateinamerikanischen Literatur. Viele der führenden Romanautoren pflegten dieses Genre, darunter Benedetti, Borges und Cortázar. Augusto Monterroso, geboren in Tegucigalpa, Honduras, gilt als einer der bedeutendsten lateinamerikanischen Autoren von Kurzgeschichten und Erzählungen des zwanzigsten Jahrhunderts.

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