Externe geologische Prozesse: Verwitterung und Erosion
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Externe geologische Prozesse
Verwitterung
Verwitterung: Der Zerfall von Gesteinen durch die Einwirkung geologischer Agenzien, welche Gesteine, geologische Verwerfungen und Mineralien verändern.
Physikalische Verwitterung
- Frostverwitterung (Gelifraktion): Keilwirkung, die Wasser ausübt, wenn es gefriert; dies vergrößert das Volumen in den Rissen des Felses.
- Thermoklastik: Bruch von Felsen, die einer zu intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
- Druckentlastung: Expansion und Klüftung, die in Gesteinen auftritt, die ursprünglich in großer Tiefe gebildet wurden.
Chemische Verwitterung
Zerfall der Gesteine durch die chemische Alteration ihrer Mineralien.
- Oxidation: Sauerstoff aus der Luft oder im Wasser gelöst reagiert mit bestimmten Mineralen und bildet Oxide.
- Auflösung: Betrifft Minerale, die in Wasser löslich sind (Karbonate, Sulfate und Chloride).
- Hydrolyse: Die Veränderung der Minerale durch Reaktion mit H+- und OH--Ionen aus dem Wasser.
Erosion
Der Abtrag durch geologische Agenzien verursacht verschiedene Effekte auf der Erdoberfläche:
- Abtransport von Schutt: Klasten, die durch Verwitterung produziert wurden.
- Charakterisierung der Reliefgestaltung (Modeling).
- Bildung von Rumpfflächen (Peneplains): Peneplains sind sehr umfangreiche, nahezu ebene Oberflächen, die durch die Erosion geologischer Akteure entstehen. Ihre Ausbildung erfordert Millionen von Jahren kontinuierlicher Erosion.
- Umverteilung der Masse der Kontinente.
Transport und Sedimentation
Transport: Kann mit drei Parametern charakterisiert werden:
- Die Energie: Die Fähigkeit eines geologischen Mediums zur Mobilisierung von Sedimenten.
- Die Auswahl der Klasten: Diese steht im Zusammenhang mit der verfügbaren Energie.
- Die Reifung der Sedimente: Bezieht sich auf Veränderungen in der Zusammensetzung und Form, die während des Transports in den Sedimenten auftreten können.
Arten des Transports:
- Bodenkontakt (Klasten): Permanentes Rollen, Gleiten oder Saltation (Springen).
- Ohne Bodenkontakt (Klasten): Transport in Suspension, durch Flotation oder im Wasser gelöst.
Sedimentation: Die Anhäufung von Materialien. Die Bereiche, in denen dieser Prozess der Sammlung, Versenkung oder Absenkung stattfindet, heißen Sedimentbecken.
Fluviale Modellierung (Flussmodellierung)
V-förmige Täler, flache Täler (Mäander) und Peneplains.
- Zeugenberge: Isolierte Restreliefs.
- Terrassen: Stufenförmige Reliefs durch sukzessive Einschneidungen und Erweiterungen des Tales.
Sedimenttransport und fluviale Dynamik: Flüsse erzeugen eine intensive Reifung der transportierten Sedimente, d. h. die Größe der Klasten nimmt ab, sie werden abgerundet und instabile Mineralien werden zersetzt.
Sturzbachmodellierung (Torrentielle Modellierung)
- Runsen (Xaragalls): Tiefe Erosionsrinnen in steilem Gelände.
- Schluchten: Tiefe V-förmige Täler, die durch sehr intensive Erosion in steilen Gebieten entstehen.
- Ramblas: Sehr breite Betten, die den Großteil des Jahres trocken sein können.
Sedimentationsstrukturen
- Schwemmkegel (Murkegel): Kleine Materialansammlungen in Bereichen mit starkem Gefälle, erzeugt durch kleine Ströme.
- Alluvialfächer: Sehr große Materialansammlungen.
- Pedimente: Ergebnis der Vereinigung verschiedener Auenlandschaften.
Äolische Modellierung (Windmodellierung)
Dünen: Ansammlungen von Sand; sie können sichelförmig, gerade oder mit dem Rücken parallel zum Wind geformt sein und einen gewundenen Kamm entwickeln. Sandquellen oder Wüsten werden auch Erg genannt.
Küstenmodellierung
Je stärker die Wellen sind, desto intensiver ist der Abrieb durch Sand und Kies, den die Wellen kontinuierlich gegen die Felsen rollen. Es gibt zwei erosive Verfahren:
- Rückzug der Klippen: Wellen unterhöhlen den Fuß der Klippen, was zum Einsturz von Blöcken führt. Dies resultiert in einer Abrasionsplattform.
- Zerkleinern und Waschen von Materialien: Fragmente, Blöcke und Felsen werden zerkleinert.
Küsten-Sedimenttransport: Strände, Tombolos, Nehrungen (Pfeile) und litorale Barrieren (kleine Lagunen und Küstenmarschen).
Karstmodellierung
Bezeichnet die ober- und unterirdische Fähigkeit, Gesteine aufzulösen.
Bestimmungsfaktoren der Modellierung
Die Modellierung der Landschaft wird durch die Einwirkung erosiver geologischer Agenzien erzeugt.
- Klima: Warm-gemäßigt, Trockengebiete, regenreiche Gebiete, polare Zonen oder Hochgebirge.
- Tektonik: Verwerfungen, Frakturen und die Hebung des Landes.
- Lithologie: Gesteinsbeschaffenheit (Restreliefs).
- Anthropogene Faktoren: Menschliche Einflüsse.