Faktoren und Entwicklung der Weltbevölkerung

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Faktoren der Bevölkerungsverteilung

Physische Faktoren: Das gemäßigte Klima, das Relief (Höhenlage), die Existenz fruchtbarer Böden sowie der Einfluss von Trockenheit und Feuchtigkeit bestimmen die Besiedlung.

Historische Faktoren: Die Konzentration an Flüssen ist ein Erbe der Vergangenheit. Die Bevölkerung konzentrierte sich über Jahre hinweg in diesen fruchtbaren Gebieten.

Ökonomische Faktoren: Die Bevölkerung neigt dazu, sich dort zu konzentrieren, wo Ressourcen im Überfluss vorhanden sind: fruchtbares Land, Wasser oder Orte mit dauerhaften Geschäftsbeziehungen.

Bevölkerungsentwicklung in reichen Ländern

Lange Phase demografischer Stabilität

  • Familien hatten in der Regel durchschnittlich 5 Kinder, jedoch starben viele Kinder bereits im ersten Lebensjahr.
  • Unsichere Ernten, Hunger, Epidemien und Kriege herrschten zwischen den Bevölkerungen vor.

Demografische Revolution und Städtewachstum

  • Katastrophale Hungersnöte verschwanden durch eine gestiegene Lebensmittelproduktion. Effizientere Techniken im Ackerbau und in der Fischerei sicherten die Versorgung.
  • Fortschritte in der Hygiene: Die weit verbreitete Nutzung von Kohle ermöglichte wärmere Wohnungen, was die Verbreitung von Tuberkulose reduzierte.

Phase des Geburtenrückgangs

  • Neue Lebensbedingungen wurden durch den Übergang von einer Agrargesellschaft zu einer urbanen Gesellschaft auferlegt.
  • Der Wunsch, das Leben zu genießen, und ein höheres Konsumniveau gewannen an Bedeutung.
  • Die Sicherstellung von Pflege und Bildung für Kinder wurde zunehmend teurer.

Bevölkerungsentwicklung in armen Ländern

Lange Phase der Stabilität

Diese Phase dauerte bis weit in das 20. Jahrhundert an und war durch sehr hohe Geburten- und Sterberaten gekennzeichnet.

Phase sinkender Sterblichkeit

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann die sinkende Sterblichkeit in armen Ländern spürbar zu werden.

Aktuelle demografische Trends

Situation in reichen Ländern

  • Ein Rückgang der Sterblichkeit ging mit einem Rückgang der Fruchtbarkeit einher. Gründe hierfür sind unter anderem die Schwierigkeit, einen festen Arbeitsplatz zu finden.
  • Es herrscht eine höhere Lebenserwartung dank einer besseren Ernährung und einer verbesserten medizinischen Versorgung.

Situation in armen Ländern

  • Es gibt eine junge Bevölkerung mit vielen Kindern.
  • Die Zunahme der Bevölkerung bedeutet die Notwendigkeit für mehr Nahrung, Krankenhäuser, Schulen, Arbeitsplätze und Wohnraum.
  • In Ländern ohne Rentensystem für das Alter waren Kinder schon immer ein Gewinn und ein Versicherungssystem für die Familie (Unterstützung durch Enkel und Kinder) im Bereich der Arbeit oder des Einkommens.

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